In Berlin gab es nichts zu holen

Hertha 03 Zehlendorf - Germania Halberstadt 3:0 (1:0)

Die A-Junioren des VfB Germania Halberstadt konnten am vergangenen Sonntag keine Punkte auf gegnerischem Platz holen. In der Hauptstadt nahm man sich vor hochkonzentriert zu beginnen, um nicht wieder frühzeitig in Rückstand zu geraten. 


Dies ging gehörig schief. Gleich mit dem ersten Angriff des Spiels gingen die Berliner in der ersten Minute mit 1:0 in Führung. Nachdem dieser Schock verdaut war, erinnerte man sich wieder an eigene Stärken. Aus einer gefestigten Defensive um die beiden Innenverteidiger Mark Schröder und Laurin Kreß nahm man die Zweikämpfe an und übte nun mehr und mehr Druck auf den Gegner aus. Einen von Florian Roggenbuck getretener Freistoß köpfte Jerome Wegner nur knapp am Gehäuse der Heimmannschaft vorbei. Einen diagonalen Pass von Felix Kanter verpasste Maximilian Krummnow knapp. Da diese durchaus guten Chancen allesamt ungenutzt blieben, ging es mit dem 0:1 aus Halberstädter Sicht in die Pause.

Man merkte zu Beginn der zweiten Halbzeit Germania an, dass sie mehr wollten, nur leider kam dann alles anders. Nach anfänglicher Druckphase der Berliner gewann man wieder mehr Zweikämpfe im Mittelfeld und die besseren Chancen waren auf der Seite der Germania. Einen Freistoß von Roggenbuck holte der Zehlendorfer Torhüter aus dem Winkel und Krummnow verfehlte nach einer Ecke ebenfalls äußerst knapp das gegnerische Tor. Dann kam die 75. Minute, die das Spiel zu Ungunsten Germanias entscheiden sollte. Auf der rechten Seite wurde Tom Gruhle geschickt. Sein Gegenspieler konnte diese Aktion nur mit einem klaren Foul an Gruhle verhindern, doch ein Pfiff des Schiedsrichters blieb aus, da sein Assistent an der Linie ihm nichts anzeigte, obwohl er nur ca. 5 Meter von dieser Aktion entfernt stand. Der Ball war frei und die Zehlendorfer schlugen ihn lang in den Strafraum der Halberstädter. Im Kampf um den Ball fielen Germanias Alexander Felgentreff und sein Gegenspieler. Diese Aktion bewerte der Schiri als Foul und gab einen Strafstoß für Berlin. Obwohl Germanias Keeper, Nico Becker, mit der Hand noch am Ball war, konnte er den Gegentreffer nicht verhindern. Zehlendorf führte nun 2:0 und Germania wirkte spürbar verunsichert.

So mussten sie auch drei Minuten später noch das 3:0 hinnehmen.

Um Ergebniskorrektur bemüht, hatten sie noch Tormöglichkeiten durch Gruhle und Jonas Krause, denen es aber auch nicht gelang den Ball ins gegnerische Tor zu befördern.

Mit Spielabpfiff stand es somit 3:0 für Hertha Zehlendorf. Germania hat viel investiert und war seinem Gegner gleichwertig. Zu bemängeln gibt es die Unkonzentriertheit zu Beginn des Spiels und die ungenügende Chancenverwertung. Daran muss gearbeitet werden um Punkte auf der Habenseite zu verbuchen.


Germania: Becker, Kanter, Kanter, Kreß, Wegner (Feldmar), Schröder, Seelhorst (Krämer), Krumnow (Krause), Roggenbuck, Kasten (Gruhle), Felgentreff, Blecker

 

Steffen Planitzer