Fußball Landesklasse: ... Zweite : Wulferstedt = 1:1

LK 3: VfB Germania Halberstadt II – Germania Wulferstedt 1:1 (1:0)

von Bernd Waldow

 

Der größte Erfolg für die Mannschaft von Trainer Andreas Amelung war wohl die Tatsache, dass es nach Wochen des zähen Ringens um die Freigabe mehrerer Spieler nun endlich gelungen ist, zumindest mit elf spielfähigen Akteuren ins Spiel zu gehen. Wechselspieler hatte „Ami“ nicht zur Verfügung. Die Gründe dafür sind zwar teilweise hausgemacht, aber teilweise eben auch nicht zu beeinflussen. Das starke Abwehrtrio Baktash Qaderi, Silvio Rust und Sascha Liebing, die vermeintlich einzigen erfahrenen Spieler dieses Teams, standen aufgrund von Krankheit und Verletzung nicht zur Verfügung.

So traf man zwischen dem ins Tor rotierten Paul Niehs und der Spitze Bennet Mingramm vornehmlich Spieler, die sich erst noch an die deutsche Sprache gewöhnen müssen, um auch taktische Anweisungen umsetzen zu können.

Nicht immer steht der Trainer der „Ersten“, Manuel Rost, am Spielfeldrand, der auch mal kurzerhand auf portugiesisch (!) ein paar Dinge erklärt. Entsprechend der Ausgangslage begann die Begegnung relativ zerfahren. Das Spielvermögen jedes einzelnen war dabei ohne Frage ersichtlich, doch ein Mannschaftsgefüge entstand daraus deshalb noch lange nicht. Nach

einigen Minuten aber hatten die überwiegend Portugiesen in den Reihen des VfB Germania die Begegnung allerdings fest im Griff und führten sie überlegen. Nach feinem Einsatz von Bennet Mingramm wäre die Führung perfekt gewesen, doch eine völlig abstruse Abseitsentscheidung des Assistenten stand dem im Wege. Paul Niehs auf der anderen Seite hatte dagegen kaum Chancen, sich auszuzeichnen, zu harmlos die Gäste im ersten Durchgang. Kurz vor dem Pausenpfiff führte eine schöne Kombination der Hausherren doch noch zur verdienten Führung, Begdad Selimi war in zentraler Position der Nutznießer. Der anschließende Jubel mit südländischem Flair machte Lust auf mehr, doch zunächst ging es mit dem 1:0 in die Pause.

Nach dem Wechsel zog Wulferstedt eine härtere Gangart auf, leider nicht immer konsequent sanktioniert. Ein wenig beeindruckt und wohl auch zum eigenen Schutz, gingen die Akteure des VfB Germania nun vorsichtiger und

weniger konsequent in die Zweikämpfe. Folgerichtig nutzte Wulferstedt eine der wenigen Gelegenheiten dann zum Ausgleich. Eine weitere Chance machte Paul Niehs in erstklassiger Manier 1 gegen 1 zunichte. Das starke

spielerische Potenzial des VfB Germania II wurde aber auch noch aufgezeigt. Blitzsauberes Umschaltspiel, schnelle Antritte und Pässe in den Lauf der Außen lassen noch einiges erahnen... Doch diese schnelle Spielweise zeigte

in diesem Spiel auch Nachteile. Für den Assistenten ging das alles zu schnell, das dritte Halberstädter Tor, nach mustergültigem Flügelspiel, wurde – so wie bereits das vermeintliche 1:0 -  wegen Abseits nicht anerkannt, leider auch in

diesem Fall eine falsche Wahrnehmung. Nach sehr starker erster Halbzeit,  einer dann weniger glanzvollen zweiten Hälfte, endete die Begegnung 1:1.