Fußball FSA-Landespokal: ... Erste siegt bei 05 mit 0:5

Erste Mannschaft sichert souverän das Erreichen der nächsten Runde

FSA-Pokal:  SV Dessau 05  - VfB Germania 0:5  (0:2)

(berwa)

Auf dem extrem tiefen und seifigen Untergrund war Schönspielerei nicht angesagt. Volle Konzentration auf Ball, Platz und Gegner waren Trumpf. Diese Marschroute war den Halberstädtern allerdings keineswegs fremd, sie nahmen erneut die Umstände so, wie sie vorgefunden wurden, ohne sich lange zu ereifern.

Sich auf die Tücken der Wiese „Am Schillerpark“ einzustellen, dauerte ein paar Minuten, so dass der Gastgeber in der Anfangsphase durchaus eine hochwertige Chance durchbringen konnte, doch Tobias Berndt, der sich über die linke Seite durchsetzte und dann nach innen zog, brachte seinen 18-Meter-Schuss einen halben Meter zu hoch an, so dass Fabian Guderitz, der zum Pokal wieder ins Tor rotiert war, frühzeitig die Hände wegziehen konnte.

Gleich darauf aber setzte Pascal Hackethal von links Corvin Kosak in Szene, der am kurzen Fünfer-Eck einlief (6.) und denkbar knapp an der linken Torstange vorbei zielte.

Nach klasse Kombination über rechts, mit Paul Grzega, Nick Poser und Denis Vukancic, konnte Edhem Hujdurovic zentral abziehen, fand in Keeper Zicos Resvania jedoch zunächst seinen Meister (10.), um ihn nur eine Zeigerumdrehung später dann doch sehenswert zu überwinden. Diese Mal lieferten Nick Poser und Jona Renner die kampfstarke Vorbereitung, Edhem Hujdorovic schmetterte das Spielgerät alsdann aus 22 Metern treffsicher und unhaltbar über den Torwart hinweg (11.) unter die Latte zur Führung für seine Farben.

In der Folge übernahm der VfB Germania immer deutlicher das Kommando auf dem Platz, bemühte sich der Gastgeber zwar um offensive Akzente, konnte sich aber nur selten in die gefährliche Zone vorarbeiten. In der 18. Minute schien das 0:2 fällig, doch der Schuss von Jona Renner wurde noch kurz vor der Linie zur Ecke gegrätscht. Über die linke Seite wurde dann das 0:2 vorbereitet (25.), Corvin Kosak erhielt das Streitobjekt vor dem Sechzehner, umkurvte auf dem Weg in die Box noch zwei Verteidiger und schließlich den Keeper, um dann aus spitzem Winkel einzunetzen. Noch vor der Pause hätte der VfB Germania hier letzte Zweifel zerstreuen können, doch der Schuss von Poser (26.) wurde noch so eben vor der Linie zur Ecke geblockt. Grzegas Abschluss nach starkem Solo (31.) wurde durch eine ebenso starke Torwart-Parade entschärft, Renner, von Grzega bedient (34.), brachte seinen Versuch genau auf den Torwart, ehe er den Ball, fast von der Grundlinie, gefühlvoll nach innen hievte (41.), dabei den Torhüter schon übrerwunden hatte, die Murmel aber auf die Latte tropfte. Schließlich wurde von links Pascal Hackethal im Zentrum bedient (42.), hielt den Ball zwar technisch anspruchsvoll hoch, schoss dann jedoch aus Nahdistanz den Keeper an. Fabian Guderitz musste in den ersten 45 Minuten nur einmal ernsthaft eingreifen, als der SV nach Abseits-Freistoß nahe der Strafraumgrenze die schnelle Ausführung gut 25 Meter nach vorn verlegte und so bis zum Abschluss aus der Zentrale vor das Halberstädter Tor kam. So ging es bei einem klaren Chancenplus pro Halberstadt mit dem Stand von 0:2 in die Kabinen. Nach dem Wechsel gleich wieder der VfB Germania (48.), erneut mit Paul Grzega, der vom rechten Sechzehner-Eck nur um Zentimeter am linken Pfosten vorbei zielte.

Nach dem ersten goben Foul der Begegnung (51.), gelang Renner zwar kein Freistoß-Tor, doch schon in der folgenden Aktion schraubte Corvin Kosak das Ergebnis auf 0:3, so jedenfalls hat es der Schiedsrichter protokolliert und damit eventuell Nick Poser des Treffers beraubt, denn Kosak legte die Kugel gefühlvoll am Torwart vorbei Richtung langes Eck, dort spritzte Poser heran und schob den Ball ins Netz, möglicherweise aber erst, nachdem der Ball die Linie schon knapp überquert hatte... Der nächste Treffer eindeutig (54.), schnell und geradlinig über rechts, Nick Poser nach innen, wo Corvin Kosak aus Nahdistanz zum 0:4 traf. Danach ein Freistoß-Hammer von „Hacke“ aus fast 30 Metern, stark aus dem Eck gefischt von Resvanis (62.), sowie die Vorbereitung von Hackethal auf Renner (67.), der knapp links vorbei schoss. In der 72. Minute durfte auch Fabian Guderitz mal wieder einen Arbeitsnachweis erbringen, sicherte einen Versuch von Tom Sparfeld und auch fünf Minuten später war er zur Stelle, als er einen Distanzschuss von Benjamin Girke sicher parierte.

Drilon Halilaj hätte noch erhöhen können (84.), setzte seinen Kopfball nach Flanke von Denis Vukancic aber etwas zu hoch an. So blieb der Schlusspunkt einmal mehr Corvin Kosak vorbehalten, der 60 Sekunden vor Ultimo erneut im Strafraum cool blieb und in klassischer Mittelstürmer-Manier den 0:5-Endstand herstellte. Damit hatte die Mannschaft mehr, als nur eine Pflichtaufgabe erfüllt. Im Team über die volle Distanz gearbeitet und dem SV klar den Schneid abgekauft. Im zweiten Durchgang wurde die Begegnung etwas ruppiger, manche Schiedsrichter-Entscheidung fragwürdig. Mehrere Male ging es mit offener Sohle zu Werke, Halilaj wurde klassisch im Strafraum umgetreten – alles ungestraft.

 

Mit der Milde eines Geburtstagskindes, das derart von seiner Mannschaft beschenkt, nicht zum Grantler werden wollte, war es Manuel Rost denn auch zufrieden. Verletzt hatte sich niemand, nächste Runde erreicht und ein klitzekleiner Geburtstagsempfang nach Rückkehr im heimischen Stadion - es passte an diesem Tag für den Cheftrainer und seine Mannschaft.