Generalprobe vor dem scharfen Start verloren
VfB Germania – Eintracht Braunschweig U23 1:3 (0:0)
(von Bernd Waldow)
Zum Auftakt des Festwochenendes testete die erste Mannschaft noch einmal im Friedensstadion, im Abendspiel war die Reserve von Eintracht Braunschweig zu Gast. Hier trafen sich zwei Mannschaften, die sich gegenseitig forderten, meistenteils auf Augenhöhe agierten.
In einer stürmischen Anfangsphase zeigte sich zunächst der VfB Germania gefährlich vor dem Gäste-Tor, doch der finale Abschluss von Paul Grzega (3.) wurde noch zur Ecke abgewehrt. Kurz darauf leistete sich der Gastgeber einen Ballverlust im Aufbauspiel vor dem eigenen Sechzehner, in dessen Folge die Niedersachsen zu gleich vier Abschlüssen kamen. Wurde dreimal erfolgreich aber unkonventionell geblockt, so landete der vierte Schuss im Toraus. Kacper Szczerba schoss nach Freistoß rechts vorbei (12.), der Versuch von Davis Boateng, von Joel Klaschka eingesetzt, wurde abgewehrt (22.), während Philipp Heller und Pascal Hackethal in dieser Phase zu ungenau zielten. Als die Rost-Schützlinge vergeblich auf einen Freistoß-Pfiff warteten, zog Basim El-Haj alleine auf Lukas Cichos zu, legte den Ball vorbei, wurde dann aber doch noch abgelaufen. Auf der anderen Seite zog Joel Klaschka von links nach innen und suchte den Abschluss von der Strafraumgrenze, dieser Versuch (42.) wurde ebenfalls zur Ecke abgelenkt. So endete eine unterhaltsame erste Halbzeit torlos.
Zu Beginn der zweiten Halbzeit Braunschweig zunächst das mutigere Team. Mason Grumbach schickte einen Strahl auf das Cichos-Gehäuse, der Halberstädter Kapitän wäre da gewesen, musste aber nicht eingreifen (50.), die Kugel rauschte knapp über die Querstange. Ein fataler Pass in die Füße des Gegenspielers leitete dann das erste Tor ein (54.), Kacper Szczerba nutzte den individuellen Fehler und schob allein vor Cichos das Spielgerät gefühlvoll zum 0:1 ein.
Die Halberstädter in dieser Phase mit zu wenig Entlastung. Ein Freistoß nahe der linken Eckfahne brachte beinahe folgerichtig das 0:2 (60.), als Ole Matthias in der Mitte am höchsten stieg und die Eingabe über Freund und Feind hinweg unter die Latte köpfte. Die Bemühungen der Heimelf unverkennbar, doch Braunschweig wollte sich das hier keinesfalls mehr aus der Hand nehmen lassen. Konzentriert und einsatzfreudig ließen sie Ball und Gegner laufen, standen dabei sicher.
Wenig Mühe hatte Akram-Dine Mohamadou (77.), die feine Vorarbeit seiner Kollegen zu vollenden und auf 0:3 zu stellen. Dabei hatte auch der VfB Germania sein Bestreben nicht aufgegeben, hier um eine Resultatsverbesserung zu kämpfen, die Mittel aber zunächst ungenügend. Paul Grzega startete ein verheißungsvolles Solo über die rechte Seite, sein Zuspiel in die Zentrale kam präzise, aber kein Mitspieler hatte das antizipiert. Mehrere Angriffsaktionen verpufften auf ähnliche Weise wirkungslos. Dann aber doch noch so etwas, wie der Lohn für den Einsatz: Wieder Grzega über rechts, erneut nach innen sauber abgelegt und Pascal Hackethal am hinteren Strafraumeck fackelte nicht lange, schickte die Kugel mit seiner linken Klebe ins rechte untere Eck zum 1:3.
Dabei blieb es dann. Sicher hatte man mehr erhofft und ohne individuelle Fehler wäre wohl auch mehr drin gewesen, aber der Auftritt insgesamt doch so engagiert, dass die Zuschauer auch dieses Mal nach Abpfiff applaudierten. Generalprobe also nicht geglückt, dann kann die Premiere in Heiligenstadt am 2. August kommen...
