VfB Germania erreicht ungefährdet die nächste Pokalrunde
FSA-Pokal: Osterburger FC – VfB Germania 0:5 (0:4)
(von Bernd Waldow)
Genau so seriös, wie in den vergangenen Spielzeiten, nahm sich das Team von Manuel Rost der Aufgabe mit einer guten Einstellung an. Dabei musste der VfB Germania schon vor Spielbeginn eine Hiobsbotschaft verkraften, denn Paul Grzega hatte sich beim Aufwärmen verletzt, weshalb Joel Klaschka in die Startelf rückte. Schnell ging es in eine Richtung, bereits in der 7. Minute erspielten sich die Halberstädter eine Dreifach-Chance, weil die Gastgeber nur unsicher klären konnten, es aber schließlich schafften, in dieser Szene nicht in Rückstand zu geraten. Das wäre beinahe in der nächsten Situation passiert, als Fabio Ertmer einen „Strahl“ Richtung rechtes Dreiangel absendete, der jedoch leicht abgefälscht zur Ecke wurde. Diese Eckstoß-Variante führte dann zum Erfolg, der Ball von rechts serviert, kam von der linken Strafraumkante zurück ins Zentrum, wo im dichten Verkehr Daniel Heinrich den Überblick behielt (8.) und aus wenigen Metern zur Halberstädter Führung vollstreckte. Fünf Zeigerumdrehungen später eine klasse Kombination über Silvio Rust, Julien Huber und Joel Klaschka – doch die feine Vorarbeit fand keinen Abnehmer im Zentrum. Sechzig Sekunden später versenkte Klaschka die Kugel zum vermeintlichen 0:2, doch der Assistent zeigte eine Abseitsstellung an – eine falsche Wahrnehmung, wie die Bilder später verrieten. Der VfB Germania lief immer wieder an, hatte auch einige Varianten dabei, doch zum Tor führten alle Versuche bis zur 30.Minute nicht. Dann hatte Silvio Rust eine Idee, schloss beherzt aus fast 35 Metern ab, der Aufsetzer überraschte Keeper Marvin Thörmer (30.) und führte zum 0:2. Erst nach diesem Tor fand der OFC erstmals in der Hälfte der Halberstädter statt. Nach einem Einwurf rollte der Schuss knapp am rechten Pfosten vorbei, Fabian Guderitz musste jedoch nicht eingreifen, hatte die Situation im Blick,.
Danach wieder Gefahr auf der anderen Seite, als Davis Boateng über die linke Seite eine genaue Eingabe brachte, die Klaschka stoppte und dann gefühlvoll über den Torhüter hinweg zum 0:3 (35.) ins Netz chippte. Es folgte die bis dahin erste Torchance mit Potential auf Osterburger Seite (42.). Zuerst blockte Marcel Kohn, dann fing Fabian Guderitz die nachfolgende Eingabe von rechts sicher ab. Aus der Umschaltsituation heraus eine genaue Flanke von Pascal Hackethal, die jedoch drei Mitspieler im Zentrum verpassten. Kurz vor der Pause lag Huber, im Gesicht getroffen, am Boden. Der OFC jedoch unbeeindruckt mit Konter in Überzahl (45.), den Marcel Kohn jedoch mit perfektem Timing stoppen konnte.
Eine Ecke von Fabio Ertmer erreichte perfekt Joel klaschka, der per Kopf auf 0:4 stellte (45.+2.), bevor das Halbzeitsignal kam.
Mit drei frischen Kräften ging der VfB Germania die zweiten 45 Minuten an, Jano Conrad, Felix Genschmar und Fabian Zeidler kamen für Klaschka, Rust und Ertmer. Die Überlegenheit hielt an, klare Chancen gab es aber zunächst weniger, bis Paul Kühnhardt ein Solo auf der linken Außenbahn ansetzte, in den Strafraum ging (62.) und klug auf Philipp Heller zurück legte, der überlegt zum 0:5 einschob. Jano Conrad erntete Szenenapplaus, als er über die rechte Seite durch startete, seine Gegenspieler düpierte und flankte (75.), im Zentrum die Eingabe aber nicht verwertet wurde. Direkt danach wieder ein Überzahl-Angriff des Gastgebers, 3 gegen 2, doch die 2 blieben Sieger, Ball im Toraus (76.).
Im Gefühl des sicheren Sieges gingen die Halberstädter nun nicht mehr „All In“, trotzdem boten sich noch edle Chancen, das Ergebnis nach oben zu schrauben. Etwa als Huber allein auf Torwart Thörmer zulief, aber nicht an ihm vorbei kam (83.), als „Hacke“ einen Freistoß trat (84.), der nur äußerst knaopp am rechten Pfosten vorbei rauschte oder als der eingewechselte Sezer Gönülcan (84.) nach einem Alleingang auch an Thörmer nicht vorbei kam. Schließlich bot sich noch Heller die Chance (90.), doch der zielte zu hoch.
Alles in allem ein Favoritensieg in seriöser Manier, der höher hätte ausfallen können, der aber von einer hoch motivierten Mannschaft anständig und verdient erarbeitet wurde.
