Fußball Oberliga: ... Erste half Sportlern in Thüringen

Torreicher Kick für einen guten Zweck

Benefizspiel:

SG SC1910 Vieselbach II – VfB Germania 0:9 (0:5)

(berwa)

Benefizspiele sorgen nicht selten für zwiespältige Gefühle. Da ist zum einen die überaus positive Erfahrung, dass es in der Sportwelt noch so etwas wie Zusammenhalt gibt, man hilft einander in der Fußballfamilie, das ist gut so! Zum anderen aber liegt solchen Spielen auch leider ein Auslöser zugrunde, der sehr unterschiedliche Schicksale bezeichnet. Manchmal reicht das Geld nicht, um eine Kita zu renovieren, da kann man dann gemeinsam froh gelaunt und relativ unbeschwert aufspielen, denn der Erfolg der Aktion ist gewiss. Eine völlig andere Tragweite hat, wie in diesem Fall, wenn ein Familienvater plötzlich aus seinem jungen Leben gerissen wird, brutal heraus aus seiner Familie und seinem Verein. Vor einem solchen Hintergrund reist man dann auch mal am Mittwochabend nach Thüringen, in die Heimat eines heute bei uns unter Vertrag stehenden Spielers, um zumindest etwas zur Linderung ganz pragmatischer Probleme beizutragen.

Gleichwohl bietet ein solches Spiel dann auch Gelegenheit, einigen Spielern Einsatzzeit zu verschaffen, die aus unterschiedlichen Gründen zuletzt etwas zu kurz kamen. So hat auch das Trainerteam des VfB Germania bei der Kaderzusammenstellung für dieses Spiel durchdachte Argumente abgewogen. Spielpraxis gewann so z.B. der in der Liga zuletzt gesperrte Emilio Stobbe, der sich mit vier Toren in die Liste eintragen konnte. Jano Conrad, jüngst wieder mit etwas Oberliga-Einsatzzeit, steuerte zwei Tore bei. Auch Davis Boateng, in den letzten Spielen etwas glücklos im Abschluss, traf diesmal, genau wie Julien Huber und Marcel Kohn, der nach dem Stendal-Spiel im Toreschießen offensichtlich eine neue Kernkompetenz entdeckt hat.

Das sind einige der spielerischen Fakten, die ein solches Match eben auch hervor bringt.

Über allem steht trotzdem die Hoffnung, mit diesem Benefizspiel ein wenig Hilfe gegeben und unser Mitgefühl zum Ausdruck gebracht zu haben.