FSA-Pokal: ... Erste erreicht nächste Runde

Einzug in das Pokal-Viertelfinale perfekt

FSA-Pokal: Burger BC 08 – VfB Germania = 1:2  (0:2)

(von Bernd Waldow)

Beim hoch gehandelten Tabellenführer der Landesklasse 1, dem ambitionierten Burger BC, ließ der VfB Germania letztenendes nichts anbrennen. Überraschend wurde die Begegnung auf dem Nebenplatz ausgetragen, so dass die Halberstädter die Dimension der stumpfen Wiese zunächst noch erkunden mussten. Es gab doch einige Pässe, die ihren Adressaten nicht erreichten, weil sie schlicht zu lang geschlagen waren. Dennoch spielten die Schützlinge von Manuel Rost, genau wie angekündigt, sehr seriös auf und übernahmen schnell die Spielkontrolle. Erstmals torgefährlich wurde es nach knapp einer Viertelstunde, als der Ex-Halberstädter Keeper Christoph Klötzer in Diensten des BBC schon geschlagen war, aber Robin Wehrmann einen Schuss von Pascal Hackethal noch vor der Linie rettete.

Hackethal gehörte einmal mehr zu den auffälligsten Akteuren des VfB Germania und assistierte tatkräftig, als er die Kugel von links nach innen brachte (15.), die Emilio Stobbe noch vor Klötzer erreichte und zum 0:1 veredelte. In der Folge ließen die Halberstädter Ball und Gegner laufen, ohne selbst gefährdet zu sein. Marc-Andre Jürgen versuchte es aus gut 25 Metern (26.), da konnte Fabian Guderitz, der zur Pokalbegegnung wieder ins Tor rotiert war, den Flachschuss sicher aufnehmen. Sonst kam kaum etwas von den Gastgebern, ein Freistoß von Hackethal (28.), den die Mauer blockte und ein Kopfball von Philipp Heller auf die Latte (29.), allerdings aus Abseitsposition, versprühten da mehr Gefahr. Das sichere 0:2 vergab dann Edhem Hujdurovic (35.), der ein blitzsauberes Zuspiel von Davis Boateng aus Nahdistanz über das leere Tor jagte. Eingeleitet einmal mehr von Hackethal, der Boateng links über die Außenspur bedient hatte. Der quirlige Boateng servierte schon in der nächsten Aktion für Heller (36.), der aus 17 Metern links vorbei zielte. Dann rettete Klötzer weit vor seinem Strafraum vor Boateng (42.), ehe Heller ihn erneut bediente, den Ball von Boateng anschließend klug aufgelegt bekam und diesmal aus der gleichen Distanz flach ins linke Eck zum 0:2  traf (43.), Klötzer dabei ohne Chance ließ. So ging es in die Halbzeit, der VfB Germania hatte alles im Griff. Gleich nach dem Wechsel erneut Boateng (50.), sehenswert abgeschlossen, rauschte das Spielgerät rechts vorbei. Wie aus dem berühmten Nichts dann ein Signal des Gastgebers (59.), als sich der Ex-Halberstädter Denis Neumann im dichten Strafraum-Verkehr behaupten konnte und die Kugel an den Querbalken setzte. Eine fette Torchance ohne Vorankündigung. Auch auf der anderen Seite gab es kurz darauf einen Lattentreffer, hier geriet Boateng bei seinem Versuch aus 14 Metern etwas in Rücklage, so dass das Aluminium zwar erzitterte (66.), es aber bei 0:2 blieb. Zwei Zeigerumdrehungen später zwirbelte Hackethal einen Freistoß um die Mauer, Klötzer war aufmerksam zur Stelle.

 

Wieder nur zwei Minuten darauf hatte sich Boateng fein durchgesetzt und war somit frei durch auf dem Weg zum Tor (70.), doch der Assistent stand nicht auf Ballhöhe und zeigte fälschlicherweise Abseits an. Ein von Marcel Kohn etwas zu hoch angesetzter Kopfball nach Freistoß läutete die Schlussviertelstunde ein. Der VfB Germania weiter aktiv und dem 0:3 nahe, doch der aufmerksame Klötzer fing den nächsten gefährlichen Pass von Hackethal ab, so dass immer noch 0:2 hieß. Ein kleiner Moment der Unachtsamkeit, eine kleine Nachlässigkeit, erlaubte sich die Defensive der Gäste in der 80. Minute, hier war Collin Rusche halb links vor der Box ohne Gegnerdruck, legte sich die Kugel zurecht und nutzte die Lücke mit einem platzierten Flachschuss an Guderitz vorbei zum 1:2. Damit hatte der VfB Germania dem Burger BC die Tür völlig unnötig wieder ein Stück geöffnet und es bedurfte konzentrierter und intensiver Arbeit, die zuvor so seriös erarbeitete Führung nun auch über die Zeit zu bringen. Ein paar Blessuren gab es obendrauf, der BBC war nicht zimperlich in seinen Mitteln, verletzte Kohn, der zumindest nach Behandlung weiter spielen konnte. Weniger Glück hatte der eingewechselte Paul Kühnhardt, der – vermutlich mit einer Muskelverletzung – kurz vor Ultimo wieder ausgewechselt werden musste. So gab es noch ein bisschen Unordnung im Gefüge des VfB Germania, so dass Jürgen noch zum Abschluss kam (90.+1/knapp links vorbei) und auch Guderitz musste noch einmal ran (90.+3), wehrte einen Freistoß zur Ecke ab. Danach hatte sich der VfB Germania aber wieder sortiert und verlagerte das Geschehen praktisch komplett an die Eckfahne auf der anderen Seite. Auch wenn Schiedsrichter Max Grünwoldt die von ihm angezeigte Nachspielzeit von 4 Minuten weit überzog, sicherte der VfB Germania das Ergebnis und steht verdient im Viertelfinale.