Fußball Nachwuchs: ... C1 erreicht FSA-Pokal-Halbfinale

FSA-Landespokal der C-Junioren

Viertelfinale am 14.12.2025

VfB Germania Halberstadt gegen MSV Börde Magdeburg = 6:5 (3:3, 1:2) nE

 

(tw) Spannender kann man sich ein Pokalspiel eigentlich gar nicht vorstellen. Bei winterlichen Temperaturen und zu Beginn, leicht frostigen Platzverhältnissen, trafen sich die beiden Verbandsligisten zum FSA-Pokal-Viertelfinalspiel auf dem Halberstädter Kunstrasenplatz.

Die ersten Aktionen gehörten den Germanen, der mutige Auftritt der Magdeburger brachte diese aber immer wieder ins Spiel. So gab es eine offene Begegnung auf Augenhöhe, mit leichten optischen Vorteilen für die Germanen.

Während die VfB-Offensive  mit einigen Abschlüssen nach Standards oder Schüssen scheiterte, hatte die Defensive alle Hände voll zu tun, bei noch hartem Boden die schnellen Gegenzüge der Gäste zu verteidigen. Das erste Tor gelang dem MSV Börde nach zwanzig Minuten. Ihr zweiter Eckball wurde direkt vor das VfB-Tor geschlagen, wo die Blauen ihre Lufthoheit nutzten und zu 0:1 einköpften. Etwa nach demselben Muster wurde das zweite Tor vorbereitet. Dieses Mal wurde der Konterangriff nicht zum Eckball sondern zum Freistoß geklärt. Börde schlug die Freistoßflanke direkt auf den Germaniatorhüter und verwandelte den abprallenden Ball. So stand es nach vierundzwanzig Minuten 0:2 im Friedensstadion. Für Germanias C-Junioren galt es nun tief in die Moralkiste zu greifen und in der verbleibenden Zeit, das Spielglück zurück zu erobern. Dies gelang tatsächlich noch vor der Halbzeitpause. Resultierend aus dem enormen Druck, den die Rot-Schwarzen ausübten, gelang Milan Arweiler die Balleroberung und Kontrolle. Nach zwei-drei Finten vor dem Strafraum setzte er Lasse Kundt ein, der dann den verdienten Anschlusstreffer erzielte.

Mit Wut im Bauch und einem 1:2 Rückstand ging es danach in die Kabine.

Nach dem Seitenwechsel sah man den Gastgebern deutlich ihren Willen an, dieses Spiel nicht zu verlieren. Symptomatisch dafür stehen zwei Szenen in den ersten Minuten. Auf der einen Seite setzte Kapitän Max Donath  sein Dribbling an der Strafraumgrenze, trotz Foulspiel fort und verzog knapp, auf der anderen Seite nahm der MSV Stürmer den leichten Kontakt des Germanen, bei einer der wenigen Konterangriffe dankend an, und bekam den Strafstoß. Dieser wurde zum 1:3 genutzt. Doch Germanias C1 war nun nicht mehr zu halten. Unbändig drängte die gesamte Mannschaft in die Offensive. Nach sieben Minuten traf Max Donath zum erneuten Anschluss – 2:3.Auch wenn vor dem Tor der Landeshauptstädter die Räume immer dichter wurden, fand Milan Arweiler in der neunzehnten Minute eine Lösung und glich zum ersten Mal aus. Dieser Treffer zum 3:3 war zunächst das Zeichen zur Schlussoffensive. Nun wollten die Germanen auch das entscheidende Tor in der regulären Spielzeit schießen.

Das war allerdings auch das Ansinnen der Börderaner. So gestaltete sich die Schlussphase wieder sehr offen aber ohne weiteren Treffer.

Nach absolvierten siebzig Minuten, schloss sich in diesem Pokal-Spiel der C-Junioren, eine Verlängerung von zweimal fünf Minuten an. Auch hier gelang keiner Mannschaft ein weiteres Tor. So kam es zwischen den Beiden Verbandsligisten zum Entscheidungsschießen vom Elfmeterpunkt.

Keine leichte Aufgabe nach etwa achtzig Minuten, schweren Beinen und der Gewissheit im Kopf, dass nun jeder Treffer der entscheidende sein könnte.

Nach dem „Schnicken“ um das zu befeuernde Tor und der Reihenfolge der Schützen, begann der Kampf um die Nerven am Elfmeterpunkt.

Als erstes schoss der MSV Börde. Germania-Torwart Linus Meier hielt den Elfmeter, sein Kollege Rik Gewand traf allerdings auch nicht ins Tor.

Auch den zweiten Elfer verteidigte Meier, und dieses Mal traf Kollege Niklas Licht, so lag Germania mit einem Tor in Führung.

Linus Meier parierte anschließend seinen dritten Elfmeter hintereinander, doch auch Kollege Karl Menzel traf das Runde nicht ins Eckige.

Das vierte Paar war dann erfolgreich, sowohl der Börderaner als auch Lasse Kundt trafen in das Tor.

Dann stand das fünfte Schützenpaar bereit. Der MSV-Spieler  traf zum 5:5 Ausgleich. Auf Seiten des VfB Germania übernahm Kapitän Max Donath die Verantwortung und trat zum vielleicht entscheidenden Elfmeter an.

…Der Rest war Jubel. Donath hämmerte den Ball halbhoch zentral in das Tor. Trotz Handkontakt konnte der Gästetorhüter den Einschlag nicht verhindern.

Die C-Junioren des VfB Germania  zitterten sich zum Einzug in das Halbfinale des FSA-Landespokal. Dort warten bereits Weißenfels und der HFC, das Viertelfinale des FCM gegen Post Stendal steht noch aus.

Mit diesem Erfolgserlebnis gehen die jungen Germanen in die verdiente Weihnachtspause. Das neue Jahr wird dann gleich mit der Teilnahme am „Matthias-Pape-Gedächtnisturnier“ eröffnet.

 

Germania:

 

Meier, Marx, Gebauer, Menzel, Licht, Kundt, Gewand, Lindemann, Dickehuth, Allner, Borchers, Heerlein, Galetzka, König, Arweiler, Donath