Noch bis Ende Januar können sich Interessierte im Schraube-Museum die Ausstellung "125-Jahre-Fußball in Halberstadt" noch ansehen. Ein letzter Höhepunkt erwartet die Besucher am nächsten Donnerstag. ...
Zeitzeugen-Gespräch am 15. Januar 2026 im „Schraube-Museum“ (BerWa)
Auf einen Sekt mit „Ami“ und „Bussi“
Die Fußballgeschichte unseres Vereins erzählen zu wollen, ohne den Namen Bernd Amelung zu nennen, wäre genauso undenkbar, wie einen Lebenslauf von Bernd zu verfassen, ohne Fußball darin zu erwähnen. 1951 begann die fußballerische Karriere des waschechten Halberstädters, der als Schüler des legendären „Horstchen“ Schröder das Fußball-ABC erlernte. Aufbau/Empor und Dynamo Halberstadt, die TEGUMA-Betriebsmannschaft und die Oldies des VfB Germania, damals, 1980, noch als BSG Lok, waren seine Stationen. Noch mit über 70 kickte er regelmäßig mit dieser Mannschaft, der er noch heute die Treue hält, wenn auch mittlerweile eher am Spielfeldrand. Dort kennt er sich bestens aus, zunächst Schiedsrichter-Betreuer, später Mannschaftsbetreuer zu Zeiten der Aufstiege in die Verbands- und Oberliga unter Frank Lieberam, sowie später unter Andreas Petersen in die Regionalliga. Superstar als Spieler wurde er nie, doch seine makellose sportliche Laufbahn als Schiedsrichter ist überregional anerkannt und geachtet. Mehr als 1000 (!) Einsätze als Unparteiischer oder an der Linie hat er seit 1978 absolviert, wurde in die Leistungsklasse II eingestuft, was bedeutete, Bezirks- oder DDR-Liga waren seine hauptsächliche Einsatzebene. Namhafte Kollegen, wie der legendäre Rudi Glöckner, Bernd Heynemann oder auch Markus Scheibel, schätzten, wie auch die Spieler, den sachlichen und fairen Umgang mit den Spielern sowie seine Geradlinigkeit, die Bernd Amelung stets auszeichneten. Aus seiner Zeit als Mannschaftsbetreuer kennt Bernd Amelung so manche Story, die bislang noch nicht in großer Runde publik gemacht wurde, auf solche freuen wir uns beim Talk der Legenden.
Um auf den Namen Steffen Riek zu kommen, muss man schon in offiziellen Personaldokumenten stöbern, vielleicht gibt es auch noch einen Brief, der von Verwaltungsorganen hoch korrekt adressiert wurde. Ansonsten ist er für alle nur „Bussi“ – der Busfahrer. Oder besser „Bussi“ – DER Busfahrer (es kann nur einen geben).
Busfahrer aus Passion, das ist ihm quasi in die Wiege gelegt worde. Er liebt den Job in seiner Vielseitigkeit und fühlt sich hinter dem Steuer „seines“ Boliden sichtlich wohl. Größte fahrerische Herausforderungen treiben ihm keinerlei Schweiß auf die Stirn, wenn er die Nummer 1 der Flotte von „WOLF-Reisen“, den Doppeldecker mit knapp fünfzehn Metern Länge (die größte in Deutschland zugelassene Länge) zentimetergenau rangiert. Der Vorteil für fußballbegeisterte Reisende liegt auf der Hand. Bussi ist selbst Fußballfan und nutzt die moderne Ausrüstung seines „Scania“, um Fußball aller Art auch unterwegs auf die Bildschirme im Innenraum zu zaubern – Dank diverser Anbieter-Abos, für die er auch gerne noch selber draufzahlt. Dass Chef Andreas Wolf mittlerweile den Fußball in unserem Verein als Sponsor großzügig unterstützt, hinterfragt kaum jemand, doch wann immer es geht, stellt er sein „Flaggschiff“ der ersten Mannschaft für die Auswärtsfahrten zur Verfügung. Dabei ist diese Verbindung erst durch einen Zufall entstanden, quasi als Quereinstieg. Wie es vor etlichen Jahren dazu kam, das wird Bussi zu berichten wissen. Auch was es mit der „Roten Zora“ auf sich hat, von der Ehemalige gerne reden. Und, na klar, manche Auswärtsfahrt birgt so einige Geheimnisse, die bis heute nicht die Öffentlichkeit erreicht haben. Da hat sich in Jahrzehnten ein bisschen was angesammelt. Höchste Zeit also, ein wenig aus dem „Nähkästchen“ der Auswärtsfahrten zu plaudern. Manche Story haben beide auch gemeinsam erlebt und werden dabei bestimmt auch von einem gemeinsamen „Freund“ berichten, der am Rande eines Auswärtsspiels... aber warten wir bis zum 15. Januar, dann die Auflösung beim Talk der Legenden
