Judo: ... Germane mit Silber in der Schweiz

Silber in der Schweiz für Miroslav Meininger
(Nadine Duve)
Am Sonntag, den 01. Februar 2026, veranstaltete der Schweizer Judoverband ein Rankingturnier in Oensingen. Gekämpft wurde auf sechs Wettkampfflächen. Dieser Einladung folgten rund 646 Judokas überwiegend aus der Schweiz; wenige Teilnehmende kamen aus Frankreich und Deutschland.
Zwei junge Germanen, Miroslav Meininger und Ole Taraks, gingen in der Altersklasse Schüler A (unter 15-Jährige) an den Start. Beide hatten ungewohnt volle Teilnehmerlisten in ihren Gewichtsklassen: Miro bis 45 kg mit 26 Judokas und Ole bis 40 kg mit 22 weiteren Startern.
Aufgrund der hohen Teilnehmerzahl kämpften alle Judokas im Doppel-K.-o.-System. Dies bedeutet, dass nach einer Niederlage in der Hauptrunde in der Trostrunde weitergekämpft werden kann. Bei einer erneuten Niederlage scheidet man aus dem Turnier aus.
Zu Beginn der Kämpfe wurde angesagt, auf welcher Mattenfläche die jeweilige Gewichtsklasse startet. Alle weiteren Kämpfe wurden über Leinwände digital angezeigt. Beide Germanen gingen zeitgleich im Turnier an den Start.
Miro, der alle vier Hauptrundenkämpfe souverän für sich entscheiden konnte, stand nun im Finale des heutigen Turniers. Aufgrund der Gürtelfarbe seines Gegners zeigte Miro bereits vor dem Finalkampf Bedenken. Diese mentale Unsicherheit zog sich durch das Finale, und Miro musste sich frühzeitig geschlagen geben. Silber für den jungen Germanen in der Schweiz!
Ole lag in seinem Auftaktkampf bis 20 Sekunden vor Kampfende in Führung, musste sich jedoch durch einen taktischen Fehler am Ende geschlagen geben. Nun war für Ole nur noch ein Weiterkommen über die Trostrunde möglich. Nach langer Wartezeit und der Verarbeitung der unglücklichen Niederlage aus dem ersten Kampf konnte Ole sich in drei folgenden Kämpfen beweisen und gewann alle vorzeitig.
Im fünften Kampf, dem Einzug in den Kampf um die Bronzemedaille, startete Ole erneut sehr gut und ging wieder in Führung. Leider wiederholte sich hier der taktische Fehler aus dem ersten Kampf, und Ole verlor in den letzten Sekunden. Sichtlich verärgert darüber, dass ihm derselbe Fehler zweimal in einem Turnier passierte, belegte Ole den 7. Platz.
Nun gilt es, die Erfahrungen aus der Schweiz in den nächsten Trainingseinheiten zu analysieren und in den kommenden Wettkämpfen umzusetzen.
Herzlichen Glückwunsch an beide!