Fußball Oberliga: ... Erste nach Test in Leipzig

Klare Testspiel-Niederlage in Leutzsch

BSG Chemie Leipzig – VfB Gemania Halberstadt 4:0 (4:0)

(berwa)

Der witterungsbedingte Zustand der Plätze im Friedensstadion hatte unter der Woche dazu geführt, dass der FC Hansa Rostock sein in Halberstadt geplantes Trainingslager absagen musste. Somit ist auch der für den Sonnabend angesetzte Test des VfB Germania mit der U23 des FCH im Friedensstadion abgesetzt worden. Unter diesen umständen kam die Anfrage der BSG Chemie Leipzig gerade zur rechten Zeit, um dennoch zu testen – am Freitagabend in Leutzsch. Erneut also bei einem Regionalligisten, erneut also eine ambitionierte Aufgabe und Herausforderung für die Oberligisten aus Halberstadt.

Hatte Manuel Rost noch vor einigen Tagen im Interview darauf verwiesen, dass sich die konsequente Arbeit gegen den Ball und damit die Abwehrstabilität sehr ordentlich präsentiert hätten, schließlich sei der XXL-Test beim HFC in Halbzeit zwei ganz ohne und die 100 Minuten beim FC Carl Zeiss Jena mit nur einem Gegentor durchgekommen, so ließ die BSG Chemie in der ersten Hälfte diese statistische Note schnell verblassen.

Eine Viertelstunde lang konnte die Abwehr des VfB Germania das eigene Tor sauber halten, dann aber hatte Stanley Ratifo gegen Julien Huber das bessere Ende auf seiner Seite und stellte auf 1:0 (15.), was für sich genommen nicht problematisch wäre. Allerdings vermochten die Gastgeber ihre Überlegenheit im Spiel mit dem Ball auch weiterhin in Tore umzumünzen.

Bereits drei Minuten nach der Führung (18.) klingelte es erneut, Tim Hoops traf zum 2:0.

Als zur Hälfte der ersten 45 Minuten Rodriguez Fantozzi sogar das 3:0 erzielte (23.), schien sogar ein Kantersieg der Messestädter für den einen oder anderen nicht ausgeschlossen. Die Lage der Halberstädter wurde auch danach zunächst nicht besser, als es nach einer halben Stunde einen Foulelfmeter für die BSG Chemie gab, den Janik Mäder nutzte, um den Vorsprung sogar auf 4:0 auszubauen.

Zu ermitteln, ob die anschließend besser optimierte Gegenwehr der Domstädter ausschlaggebend dafür war, dass die Rost-Schützlinge tatsächlich danach keinen Gegentreffer mehr zuließen, oder ob es daran lag, dass es Leipzig nun ruhiger angehen ließ, bleibt den Analysten in der Nachbetrachtung vorbehalten.

Die erste halbe Stunde ist so oder so in der Bilanz nicht befriedigend, zudem reichte es auch nicht zu einem eigenen Treffer. Dennoch bleibt auch nach diesem Spiel die letzte Stunde ohne Gegentor statistisch erfasst, inwieweit das Stoff zum Optimismus liefert, wird die detaillierte Auswertung ergeben. Allmählich wird aber auch die Zeit zum Faktor, denn die Fortsetzung der Saison rückt näher. Wann genau wieder gespielt werden kann, ist aber derzeit noch von vielen unkalkulierbaren Größen abhängig...