FSA-Landespokal: ... Erste erreicht Finale !!!

Finaltag der Amateure am 23. Mai

– VfB Germania ist dabei!

 

FSA-Pokal-Halbfinale:

SSV 80 Gardelegen – VfB Germania  1:5 (1:4)

 

(von Bernd Waldow)

 

Eine erneut äußerst seriöse und souveräne Vorstellung im Pokal-Wettbewerb bringt den VfB Germania in das Cup-Finale. Der Plan des Gastgebers, möglichst lange die „Null“ zu halten, ging gründlich daneben. Zwar hatte der SSV nach Anstoß die erste mutige Torannäherung, doch die klärten die Domstädter und schlugen ihrerseits nun den Weg nach vorn ein. Marcel Kohn fand links Pascal Hackethal, dessen Eingabe von der Grundlinie Torhüter Torben Lindecke nicht wirklich zu fassen bekam (3.), so dass Davis Boateng gedankenschnell aus Nahdistanz zur Führung für seine Farben traf. Diese hätte schnell ausgebaut werden können, denn ein Versuch von Paul Grzega (8.) blieb in der vielbeinigen SSV-Abwehr hängen, während ein Hackethal-Schrägschuss (13.) zur Ecke abgefälscht wurde, die nur mit Mühe verteidigt wurde, so dass Edhem Hujdurovic in der Folge zu einer Direktabnahme kam (15.), die nur um Haaresbreite an der rechten Torstange vorbei flog. Auch in der nächsten Aktion konnten die Gastgeber dem Druck des VfB Germania kaum standhalten, so dass der Ball bei Joel Klaschka am linken Strafraumeck landete, wo Halberstadts Nummer 23 das Spielgerät sicher kontrollierte, mit einer Körpertäuschung seinen Bewacher ins Leere laufen ließ, um anschließend Torwart Lindecke mit einem genauen Schlenzer zum 0:2 (19.) keine Chance zu lassen. Ein Freistoß (23.) brachte dann den SSV wieder in Position, Fabian Guderitz fing die Kugel sicher ab. Den folgenden Aufbau aber verdaddelten die Halberstädter und final fand ein abgefälschter Schuss von Mika Helmuth (23.) den Weg an Guderitz vorbei ins Halberstädter Tor zum schmeichelhaften 1:2. Das war ein Mutmacher für die Platzherren, denn der VfB Germania eröffnete durch einige wenige Nachlässigkeiten in dieser Phase die eine oder andere Möglichkeit für Gardelegen. Florian Scheinert (30.) durfte unbehelligt frei halb rechts im Strafraum abziehen, sein Schuss auf die kurze Ecke wurde noch so eben zum Eckstoß geblockt. In der Folge aber wieder eine Offensivaktion der Halberstädter, die durch Boateng den Ball eroberten und behaupten konnten, den er dann auf Paul Grzega passte, dessen Schuss vom rechten Strafraumeck Lindecke prallen ließ, so dass Grzega die Kugel im Nachschuss zum 1:3 (31.) ins lange Eck platzieren konnte. Noch ein weiteres Mal blieben die Halberstädter im eigenen Aufbauspiel hängen (37.), Malte Schönfeld hatte den Anschlusstreffer auf dem Fuß, Annahme und Abschluss waren technisch hochwertig, es fehlten nur wenige Zentimeter zum Erfolg, als der Ball links am Kasten vorbei flog. Offensiv blieb der VfB Germania überzeugend. Fabian Zeidler schickte den starken Boateng auf die Reise, der nahm rechts Grzega mit, dessen flache Hereingabe Klaschka frech mit der Hacke Richtung Tor lenkte (39.), wo Lindecke jedoch aufmerksam die Kugel an den Pfosten und von dort zur Ecke lenken konnte. Nach dieser nicht konsequent geklärten Ecke von Hackethal, blieb der VfB Germania am Drücker und brachte den zweiten Ball von rechts nach innen, wo Kohn am zweiten Pfosten lauerte (40.) und die Murmel mit dem Schädel zum 1:4 versenkte. Eine weitere Flanke von der rechten Seite brachte Silvio Rust nach innen (44.), fand Hujdurovic, der zielte per Kopf jedoch etwas zu hoch. So blieb es zur Pause beim 1:4, eine über weite Strecken eindeutige Angelegenheit mit sehr viel Licht im Halberstädter Spiel, obgleich vor dem eigenen Tor nicht immer fehlerlos agiert wurde.

 

Die spielerische Überlegenheit des VfB Germania hielt auch im zweiten Durchgang an, auf dem vom leichten Dauerregen durchgeweichten Boden waren die Aktionen allerdings nicht mehr so zwingend. Klaschka (50.), beim Abschluss noch entscheidend gestört, Hackethal mit einem Hammer, den Lindecke noch zur Ecke lenken konnte (58.) und Emilio Stobbe (59.), dessen Schuss zu wenig Schmackes hatte, sowie Hujdurovic, dem der Ball versprang (62.) und Klaschka (75./ Latte) hätten das Ergebnis deutlicher gestalten können, bevor der SSV in der 81. (!) Minute zu seinem ersten Abschluss der zweiten Halbzeit kam. Als Hujdurovic von F. Scheinert umgerissen wurde, gab es den fälligen Elfmeter und „Rot“ für den Verursacher, eine sehr harte Entscheidung... Hackethal war es egal, er schmetterte das Spielgerät zum 1:5-Endstand (87.) eiskalt in die Maschen. Es kamen die jungen Jano Conrad, Felix Genschmar, Max Leopold und Leon Platz, die im Zusammenspiel noch ordentlich Betrieb machten und eine edle Chance heraus spielten, doch Genschmar im Pech (90.), sein sehenswerter 16-Meter-Schuss verfehlte nur knapp das Tor, während das große Ziel, Pokalfinale, mit einer starken Mannschaftsleistung souverän erreicht wurde.

 

 

 

Stolze Pokal-Reise

(tw) Für den SSV Gardelegen endet die Reise im FSA-Pokal 2026 mit dem Halbfinale gegen einen Oderligisten.

"Heute haben wir uns einen ordentlichen Mannschaftsabend verdient" sagte Mario Förster, aus dem Trainerstab des Gastgebers, mit stolz. Obwohl die äußeren Bedingungen, kalter Nieselregen, heute nicht dem Anlass entsprachen, war es ein echter Höhepunkt für uns, gegen so eine Mannschaft wie Halberstadt zu spielen. Die Schnelligkeit, auch ohne Ball und die Passsicherheit, sogar bei diesem aufgeweichten Bode, waren sehr beeindruckend. Besonders schön für uns war auch die Stimmung, die vorwiegend von den zahlreich angereisten Germania-Fans, über die gesamte Spielzeit hinweg, angefacht wurde. Das war für unseren SSV ein echt positives Erlebnis und sozusagen unser Endspiel. Für uns als Landesligisten war heute sportlich nicht viel mehr drin. Wir hätten uns vielleicht gewünscht, dass die ersten Gegentoren etwas länger auf sich warten lassen aber der Rückstand zur Halbzeit geht natürlich so auch in Ordnung.

Dem VfB Germania wünschen wir Erfolg beim HFC!