(Finn Cernota)
Am Ostersamstag stand dann also das Pokalhalbfinale gegen den 1. FC Magdeburg an. Bei bestem Fußballwetter und vor zahlreichen
Zuschauern ging es nun also um den Einzug ins Pokalfinale. Die höherklassigen Gäste übernahmen größtenteils das Spielgeschehen und hatten grundsätzlich mehr Ballbesitz. Allerdings gelang es ihnen
nicht, wirklich Torchancen zu erspielen. Aus einer sicheren Defensive heraus konnten wir dann immer wieder gefährliche Nadelstiche setzen, wie auch in der 11. Spielminute, als ein tiefer Ball von
Jannis Genschmar dann Yahya Alhussein Alramadan auf die Reise schickte. Der konnte seinen Gegenspieler im 1-gegen-1 bezwingen, sein Schuss wird dann allerdings vom Torhüter entschärft. Wirkliche
Torchancen sind aber insgesamt auf beiden Seiten Mangelware gewesen. Aufgrund der stabilen und kompakten Defensive auf unserer Seite hatten die Magdeburger überhaupt keine Ideen, effektiv die
Tiefe zu bespielen. Jeder Versuch wurde von unserer Hintermannschaft konsequent verteidigt, wodurch die Gäste nach und nach ungeduldiger wurden. Als kurz vor der Halbzeitpause einer ihrer
Innenverteidiger andribbeln wollte, konnte Ben Prüßner auf Höhe der Mittellinie den Zweikampf gewinnen und alleine aufs Tor zulaufen. Im hohen Tempo ließ er seine Gegenspieler hinter sich und
verwandelte sicher in die linke untere Ecke.
Mit diesem 1:0 ging es kurze Zeit später dann in die Halbzeitpause.
Auch nach dem Seitenwechsel bot sich nahezu das gleiche Bild, der FCM mit viel Ballbesitz auf Höhe der Mittellinie, aber ohne wirkliche Torchancen, da unsere kompakte Defensive keine Lücken
zuließ. Wenn die Magdeburger mal gefährlich wurden, dann häufig über Standardsituationen, die immer scharf direkt vors Tor getreten wurden. In der 68. Minute gab es dann die größte Chance für den
FCM, als ein Fernschuss von ihrem Stürmer an den Pfosten knallte. In den Schlussminuten warfen sie nochmal alles nach vorne, wodurch wir mehr zu Kontersituationen kamen. Einmal Matty Reuer und
einmal Lucas Roßberg hatten beide die großen Möglichkeiten, auf 2:0 zu stellen, doch beide Versuche konnten vom Gästekeeper entschärft werden. Nach insgesamt 6 Minuten Nachspielzeit pfeift dann
der Schiedsrichter das Spiel ab und der Jubel war riesig. Dank einer überzeugenden Defensivarbeit aller Beteiligten und dem goldenen Treffer von Ben Prüßner zieht man letztendlich ins Pokalfinale
ein, wo nun der Sieger des Spiels Vfl Halle 96/Hallescher FC auf uns treffen wird.
Fotos: Anna Bilz
