(EL / FSA) Ab der Saison 2026/27 stellt sich das Wettspielformat der D-Junioren auf Landesebene grundlegend um. Ziel dieser Reform ist es die fußballerische Ausbildung der Kinder nachhaltig zu verbessern, mehr Ballaktionen zu ermöglichen und die Spielfreude zu steigern. Robin Seitenglanz (FSA-Vize-Präsident / Abteilung Nachwuchs/-Frauenfußball) erklärt dies so: "Die Wettbewerbsreform bei den D-Junioren ist ein Meilenstein für kind- und entwicklungsgerechten Fußball: Twin-Games und die Rückkehr zum Kleinfeld (mit fester Abseitslinie) sorgen dafür, dass jedes Kind wesentlich häufiger aktiv beteiligt ist – mit mehr Spielzeit, mehr Ballkontakten und mehr eigenen Entscheidungen"
Aktuell wird in der Verbands- sowie Landesliga noch im 8+1 Format auf verkürztem Großfeld gespielt. „Statt langer Laufstrecken, möchte man so mehr Fußballsituationen unter Druck entstehen lassen. Denn so werden aus Spielern Ballsportler, die stetig verteidigen, angreifen und umschalten müssen. Diese Reform soll als Lehrmeister dienen – Techniken, Spielintelligenz sowie Handlungsschnelligkeit nachhaltig entwickeln“, so Seitenglanz weiter.
Dementsprechend ändert sich ab kommender Saison folgendes:
Man kehrt zum klassischen Kleinfeldformat (6+1) zurück, Unter dem Vorwand, dass eine Abseitslinie 20m vor dem Tor eingeführt wird.
Während in der Landesliga die 4 Staffeln mit Hin- und Rückrunde gleichbleibt, ändert sich neben dem Kleinfeldformat nur die Spielzeit auf 3x 25 Minuten.
In der Verbandsliga hingegen, bleibt die bestehende Struktur erhalten, gleichzeitig wird ein innovatives Wettspielformat ergänzt.
Heißt, das die bekannte Staffelstruktur mit den zwei Saisonphasen bleibt bestehen.
Hinrunde: zwei regionale Staffeln (Nord und Süd)
Rückrunde: Einteilung in: Meisterschafts- und Platzierungsrunde
Neu wird jetzt das Zwillingsspiel-System: jede Mannschaft (Verbandsliga) stellt pro Spieltag zwei Teams. Zwei Spiele werden parallel ausgetragen (Feld A und Feld B), anschließend erfolgt ein Gegnerwechsel, sodass jedes Team gegen beide Teams vom Spieltags-Gegner gespielt hat. Jedes Spiel hat dabei 2 x 20 Minuten. Wichtig ist das jeder Spieler zwei vollständige Spiele absolviert. Somit kommt jedes Kind auf eine Spielzeit von 4 X 20 Minuten
Dabei wird auch ein neues Wertungssystem eingeführt:
Die Bewertung erfolgt spielergebnisunabhängig in vereinfachter Form:
- Sieg = 1:0
- Unentschieden = 1:1
- Niederlage = 0:1
Beispiel eines Spieltages:
1. Runde:
- Feld A: Galaxy – SV Musterstadt 5:3 → 1:0
-
Feld B: 3:3 → 1:1
→ Zwischenstand: 2:1 für Galaxy
2. Runde (Gegnerwechsel):
- Feld A: SV Musterstadt – Galaxy 8:2 → 1:0
-
Feld B: 2:0 → 1:0
→ Zwischenstand: 2:0 für SV Musterstadt
Endstand:
→ SV Musterstadt – Galaxy: 3:2
Im Landespokal wird das Kleinfeldformat auch durchgesetzt, mit der Abseitslinie, hier spielt man allerdings nur auf einem Feld mit einer Spielzeit von 2 x 30 Minuten. Bei Gleichstand erfolgt erst Verlängerung und danach 9-Meter Schießen.
Eingeführt wird dies damit die Kinder mehr Ballkontakte sammeln, durch häufigere Aktionen am Ball auf einem kleineren Feld. Durch kürzere Weg mehr Aktionen erfolgen und so eine höhere Dynamik und Intensität für die Kinder entsteht. Gleichzeitig aber auch mehr Spielfreude und Einsatzzeit ermöglicht wird, aufgrund dessen das jedes Kind (Zwillingsspiel-System) aktiv eingebunden ist anstatt zuzuschauen. Und somit wird auch die individuelle Entwicklung gefördert, denn die Spielformen orientieren sich an den wissenschaftlichen Erkenntnissen und Ergebnissen des DFB-Jugendfußballkongresses.
(tw) Auf KFV-Harz-Ebene sind die Überlegungen noch nicht ganz abgeschlossen. Die Tendenz geht zum Modell der Landesliga (siehe oben), mit der Empfehlung auf parallele Mini-Spielfelder für die Ersatzspieler.
