Fußball Oberliga: ... Erste mit Dreier gegen Sandersdorf

Spannung hält bis in die Nachspielzeit

 

NOFV-OL Süd: VfB Germania Halberstadt – SG Union Sandersdorf 3:1 (2:1)

 

(von Bernd Waldow)

 

Wer glaubte, mit Union Sandersdorf käme eine Mannschaft, die nach dem Pokal-Aus und der Hinspielniederlage, jeweils zu Hause gegen den VfB Germania, nun brav auch die nächsten drei Punkte freiwillig in Halberstadt lassen würde, der sah sich gründlich getäuscht.

 

Mutig spielte das Team auf und setzte den ersten Akzent bereits zu Spielbeginn, als der VfB Germania nach Ecke nicht resulut klären konnte und kurz darauf Louis Walter zum Abschluss kam (5.), den Fabian Guderitz aber souverän parierte. Danach erst suchte der Gastgeber den Weg nach vorn, schaffte damit jedoch sogleich einen erfolgreichen Doppelschlag. Nach einem weiten Einwurf von Pascal Hackethal, den Joel Klaschka wohl noch leicht verlängerte, schmetterte Philipp Heller (10.) das Spielgerät sehenswert an der Fünfmeterlinie in die Maschen. Nur zwei Zeigerumdrehungen später bediente Heller zentral Emilio Stobbe, der auf Hackethal heraus legte und den Ball sofort wieder serviert bekam, den er aus gut zehn Metern zum 2:0 (12.) versenkte. Stobbe hätte auch beinahe auf 3:0 gestellt (21.), doch nachdem er einen Verteidiger stark aussteigen ließ, schob er die Kugel knapp an der rechten Torstange vorbei. So erarbeitete sich die SG dann wieder mehr Spielanteile, der konsequente Druck der Halberstädter hielt in dieser Phase einfach nicht an. Union kämpfte leidenschaftlich und blieb nicht ohne Chance. Guderitz musste sich mächtig lang machen (26.), um zur Ecke zu retten, die dann jedoch ertraglos verstrich. Vinicius Sandri legte auf der anderen Seite ab auf Klaschka (29.), der links in der Box den Ball nicht richtig kontrollieren konnte und folgerichtig links am Ziel vorbei schoss. Die Defensive der Halberstädter war auch in der Folge mit Bruder Leichtfuß im Bunde. Trotz Überzahl wurde auf der Außenbahn die Flanke nicht verhindert, so dass Kai Wonneberger aus vierzehn Metern abziehen konnte (31.), dessen Schuss noch mit Glück geblockt wurde, aber eben nicht geklärt, so dass der Schütze einen zweiten Versuch bekam, den er – fahrlässig unbehelligt – mit Gefühl zum 2:1-Anschlusstreffer ins entlegene Eck schickte.

 

Danach setzte Stobbe wieder einen Akzent, konnte sich links sehr gekonnt behaupten, die angedachte Ablage in die Zentrale, wo zwei Kollegen lauerten (40.), wurde jedoch durch Verteidiger und Torhüter der SGU im Verbund verhindert. Vor dem Guderitz-Kasten ließen die Rost-Schützlinge allerdings direkt danach wieder einiges zu, viel zu weit weg von den Offensivkräften der Gäste, so dass Walter völlig blank zum Abschluss kam (41.), seinen Schuss aber deutlich links vorbei setzte. Auch Erik Exner kam sehr frei im Strafraum zum Schuss (44.), den Guderitz richtig stark parieren konnte. Doch Exner durfte noch ein weiteres Mal ran, nach Ecke (45.) köpfte er über das Ziel, so dass der VfB Germania zur Pause mit 2:1 in Führung lag – gemessen an den letzten Szenen der ersten Hälfte durchaus schmeichelhaft. In Durchgang zwei führten zunehmend die Aktionen von Pascal Hackethal zu torgefährlichen Situationen. Eine Ecke, die Silvio Rust am zweiten Pfosten um Zentimeter verfehlte (50.), eine weitere, die praktisch direkt ins Tor flog, wo Keeper Yann-Erik Räthel das Streitobjekt irgendwie an die Lattenunterkante lenkte und selbst ins Tor fiel (54.), was Schiedsrichter Johann Schwarz zum Anlass nahm, einen Freistoß für Sandersdorf zu verhängen. Und nochmal „Hacke“ mit einem weiten Einwurf, den Klaschka per Kopf verarbeiten wollte (57.), den Block nahm Heller per Dropkick und verfehlte nur knapp das Gehäuse. Der VfB Germania also wieder da, doch ohne den beruhigenden dritten Treffer. Auch die schöne Kombination über Paul Grzega, Davis Boateng und Edhem Hujdurovic brachte nur eine Ecke (60.), die ebenso, wie die darauf folgende (63.), zwar gefährlich durch den Fünfmeterraum segelte, aber keinen weiteren Ertrag brachte. So hatte dann Walter (63.) die Chance, schoss rechts vorbei und nach einer Pingpong-Einlage vor Guderitz (69.) klärte der VfB Germania auch nur mit maximaler Mühe. Einen Freistoß (83.) musste Guderitz nach vorn prallen lassen, die SG nutzte dies nicht und hätte nach einem Pressschlag in der Mitte einen Alleingang veredeln können (89.), doch hier rettete Dustin Arnold in höchstem Tempo und mit feinem Timing. Sandersdorf noch immer im Spiel und erst geschlagen, als der Schiri just drei Minuten Zuschlag signalisiert hatte und Klaschka auf der linken Halbspur unterwegs war. Sein Zuspiel parallel zur Strafraumkante übernahm Boateng und schoss das Spielgerät überlegt links unten zum umjubelten 3:1-Endstand ein, eine späte Erösung...