Hitziges Spitzenspiel in Magdeburg
(Jens Keilwagen)
Im Spitzenspiel des Spieltags traf die D2 des VfB Germania Halberstadt II als Tabellendritter auf den Zweiten TuS Magdeburg-Neustadt. Beide Teams gingen mit breiter Brust in die Partie: Magdeburg
mit sieben, Halberstadt sogar mit acht Ligasiegen in Folge. In der Osterpause bestritt unsere Mannschaft Testspiele gegen Eisleben und Germania Wernigerode, um den Rythmus hoch zu halten. Bei uns
musste kurzfristig Maksym passen, zudem gingen einige Spieler angeschlagen in die Begegnung.
Halberstadt erwischte einen guten Start und kam früh zu mehreren Möglichkeiten. Die Chancen wurden ordentlich herausgespielt, im Abschluss fehlte jedoch die letzte Konsequenz – zu harmlos, um
Magdeburg wirklich zu bestrafen. Der TuS präsentierte sich körperlich sehr robust, blieb zunächst aber ebenfalls eher ungefährlich.
Dann kippte das Spiel innerhalb einer Minute: Nach einer Ecke gelang es Germania nicht, entscheidend zu klären, und Magdeburg stocherte den Ball aus kurzer Distanz zum 1:0 über die Linie. Direkt
nach dem Wiederanstoß presste der TuS aggressiv, eroberte den Ball und schloss überlegt zum 2:0 ab. Dieser Doppelschlag zeigte Wirkung: Halberstadt verlor kurzzeitig die Ordnung, Magdeburg bekam
Räume und weitere Chancen. Noch vor der Pause folgte nach einem zentralen Abschlag, bei dem Magdeburg erneut den Ball gewann, das 3:0.
In der Halbzeitpause forderten die Trainer, an die starke Anfangsphase anzuknüpfen, wieder körperlich robuster aufzutreten und die zweite Halbzeit für sich zu entscheiden – mit dem Ziel,
vielleicht doch noch etwas Zählbares aus der Landeshauptstadt mitzunehmen.
Nach dem Seitenwechsel trat Germania deutlich geordneter auf und erspielte sich wieder eigene Chancen. Nach einer guten Kombination und Abschlüssen von Josef und Karl lag der Torschrei bereits in
der Luft, doch ein Magdeburger Feldspieler klärte den Ball auf der Torlinie klar mit der Hand. Zur Verwunderung aller blieb der Pfiff des sehr jungen Schiedsrichters aus. Halberstadt war kurz
geschockt, steckte aber nicht auf.
Der verdiente Anschlusstreffer fiel wenig später nach einem Freistoß aus großer Distanz: Max brachte den Ball scharf Richtung Tor gebracht. Dieser schlug – noch abgefälscht von einem Magdeburger
Spieler – zum 3:1 ein. Mit dem Treffer wuchs auch die Zuversicht, noch einmal heranzukommen.
Es entwickelte sich ein hitziges Duell, in dem der Schiedsrichter leider mehrfach unglücklich agierte. Magdeburg blieb über Konter gefährlich, lief dabei aber auch mehrmals ins Abseits. Trotz
aller Bemühungen gelang Germania kein weiteres Tor mehr.
So blieb es am Ende beim 3:1 für TuS Magdeburg-Neustadt. Entscheidend waren letztlich rund zehn Minuten Unordnung, in denen Halberstadt das Spiel aus der Hand gab. Die Reaktion in der zweiten
Halbzeit war jedoch sehr gut – darauf lässt sich in den kommenden Wochen aufbauen.
