Fußball Oberliga: ... Ohne Punkte im Heimspiel

Am Ende der englischen Woche steht eine verdiente Niederlage

 

NOFV-OL Süd: VfB Germania – VFC Plauen 0:2 (0:1)

 

(von Bernd Waldow)

 

Für den VfB Germania Halberstadt ging eine „englische Woche“ mit dem minimalen Ertrag von einem Zähler aus drei Spielen zu Ende. Der Regionalliga-Absteiger war sicherlich als Favorit angereist, die eingespielte Mannschaft, zuletzt mit erfolgreicher Aufholjagd unterwegs und tabellarisch auch schon vorbei an den Halberstädtern, konnte auch aufzeigen, weshalb das so ist. Lediglich in der Anfangsphase hatte der VfB Germania die Möglichkeit, das Spiel eventuell in eine andere Richtung zu lenken, als etwa Edhem Hujdurovic gedankenschnell auf Davis Boateng spielte, der in der rechten Halbspur bis zur Strafraumgrenze nicht gestellt werden konnte und einen guten Abschluss fand, den Torwart Simon Schulze jedoch mit den Fäusten noch zur Ecke abwehren konnte. Oder auch in der 16. Minute war der VfB Germania dem Führungstreffer noch einmal sehr nah. Boateng servierte von rechts nach innen, hier verlieh Daniel Heinrich dem Ball artistisch die Richtungsänderung an Schulze vorbei, doch der Ball klatschte an den linken Innenpfosten, von da aus in die Arme des Keepers. Zwischenzeitlich hatte sich der VFC über Johan Martynets auch bei Fabian Guderitz angemeldet, der den Distanzschuss (14.) sicher parieren konnte. Im Spiel zwischen den Strafräumen wusste sich der VFC dann zweimal nur über taktische Fouls zu helfen, die Halberstädter im Vorwärtsgang zu stoppen, beide blieben ungesühnt. Nicht so auf der anderen Seite, hier gab es für Hujdurovic sofort den gelben Karton (26.) für ein Halten nahe des Mittelkreises. Vieles spielte sich auch weiterhin zwischen den Strafräumen ab, bis der VFC links bis zur Grundlinie durchkam, eine einfache Körpertäuschung genügte für den freien Pass in die Mitte, wo Matheus De Moura Beal in Stellung gelaufen war (31.) und sträflich frei aus Nahdistanz zur VFC-Führung traf. Bis zur Pause hielt der Gast die höhere Präsenz in der Halberstädter Hälfte, kam nach Eckbällen auch mehrfach zum Abschluss. Der VfB Germania zwar oft entscheidend dazwischen, allerdings kaum einmal mit einem nennenswerten Gewinn des „zweiten Balles“, so dass der Gastgeber vielfach defensiv gefordert war. Folgerichtig blieb es bis zur Halbzeit beim 0:1.

 

Nach dem Seitenwechsel ein ähnliches Bild, der Gast hatte über weite Strecken die Spielkontrolle, weil die Halberstädter kaum ein Aufbauspiel bis in die gefährliche Zone durchbringen konnten. So blieb die hohe Hereingabe von Boateng, die Schulze im Fünfmeterraum abfangen musste (59.), die zunächst gefährlichste Aktion der Hausherren.

 

Auf der anderen Seite tankte sich Martynets über die linke Außenbahn durch bis in den Sechzehner, schoss allerdings flach am langen Eck vorbei (64.). Fünf Minuten später fand der VFC Tyron Profis als Zielspieler halb rechts, wo Plauens Nummer 33 sich relativ problemlos im Zweikampf mi Ball behaupten konnte. Der dabei entstandene läuferische Vorteil führte zu einem freien rechten Fuß (69.), mit dem er flach an Guderitz vorbei zum 0:2 traf. In der Folge wechselten beide Teams reichlich durch, was nicht zu einem besseren Spielfluss führte. Beide Mannschaften kamen kaum noch zu gefährlichen Torszenen. Erst in der 84. Minute wieder Sehenswertes. Hier zeigte Pascal Hackethal seine technische Klasse, als er eine Eingabe, die Hujdurovic von der rechten Seite bis ans linke Srrafraumeck flankte, in perfekter Haltung volley aufs Tor hämmerte. Keeper Schulze konnte er damit aber nicht überwinden. Ein Schrägschuss von der linken Seite, den der eingewechselte Paul Kühnhardt absendete und ein letzter Plauener Abschluss, der Guderitz noch einmal zu einer Flugeinlage zwang, blieben in der Schlussminute der regulären Spielzeit ohne zählbaren Ertrag, während die Nachspielzeit nahezu ereignislos herunter plätscherte. So nimmt der Favorit am Ende verdientermaßen die drei Punkte mit, während die englische Woche für die Halberstädter Ernüchterung bedeutet. Ein Tor, ein Punkt, zwei Niederlagen. Das weiterhin personell arg gebeutelte Team verzeichnet derzeit einen Substanzverlust, der hoffentlich mit zwei Ruhetagen und einem ruhigen Aufbau bis zur nächsten Auswärtsaufgabe in Rudolstadt kompensiert werden kann.