FSA-Landespokal der C-Junioren / Halbfinale / 07.05.2026
VfB Germania : 1.FC Magdeburg = 1:4 (1:1)
(tw) “Willkommen in Halberstadt“ … Mit diesem respektvollen Ausruf versuchte das Trainerteam der Gäste nach etwa zehn Minuten, das Team des Regionalligisten vor einer bösen Überraschung zu bewahren.
Das FSA-Pokal-Halbfinale zwischen der C1 des VfB Germania Halberstadt und der U15 des 1.FC Magdeburg endete schließlich standesgemäß 1:4, nach einem 1:1 Halbzeitstand.
Für die Spieler des LZN des VfB Germania ist so ein Pflichtspiel gegen einen Regionalligisten einer der Höhepunkte der Saison. Jeder Fußballer des fünfundzwanziger Trainingskaders möchte im Vorfeld oder auch auf dem Platz einen Beitrag zu diesem Spitzenspiel geleistet haben. Dabei war die Vorbereitung auf dieses Halbfinale alles andere als optimal. Seit etwa zwei Wochen setzen mehrere Leistungsträger des VfB bei den Trainingseinheiten aus, weil Erkältungen oder ähnliches kursieren. Doch dieses besondere Spiel wollte sich dann doch niemand entgehen lassen.
Für Trainerteam und Mannschaft steht von je her die Frage der taktischen Ausrichtung im Raum. Will man versuchen tief zu stehen um bestenfalls lange die Null zu halten oder sollte man den Favoriten mit aggressivem Angriffspressing überraschen. Die Germanen entschieden sich für die offensive Variante und sorgten damit wohl nicht nur bei den knapp dreihundert Zuschauern für Respekt und Anerkennung.
Die Rot-Schwarzen versuchte ihren Gegner also frühzeitig anzulaufen, um zu Torchancen zu gelangen. Der FCM konnte sich selten befreien, kam mit seiner technischen Qualität dann aber immer mal zu gefährlichen Konterangriffen. Ein untypischer „Stockfehler“ eines VfB-Verteidigers, servierte Mitte der ersten Halbzeit, dem FCM Stürmer den Ball frei vor die Füße und verursachte damit die, bis dahin, schmeichelhafte Führung für die Blau-Weißen.
Dieser Rückschlag beeinflusste allerdings die Spielweise der Gastgeber nicht. Auch anschließend drängten die Halberstädter auf das Gästegehäuse und hatten Erfolg. Das 1:1 durch Kapitän Max Donath, nach Kopfballverlängerung von Milan Arweiler, war hoch verdient und viel umjubelt. Eine erste Halbzeit mit mutigen Germanen auf Augenhöhe mit den Sportschülern endete unentschieden.
Nach dem Seitenwechsel bekamen die FCM-Akteure nach und nach mehr Spielanteile im Mittelfeld. Jede Mannschaft hatte hier Phasen, in denen sie sich jeweils für mehrere Aktionen am Strafraum des Gegners festsetzen konnten. Die schnellen Angriffszüge der Elbstädter stellten Germanias Defensivabteilung um Karl Menzel weiterhin vor hohe Herausforderungen. Torhüter Linus Meier erwies sich erneut als sicherer Rückhalt und hatte einige Großchancen zu parieren. Irgendwann gelang dem Regionalligisten dann das 1:2 per Nachschuss. Auch wenn die Gastgeber weiterhin mutig auf den erneuten Ausgleich spielten, sollte nun die FSA-Pokal-Reise für diese Saison zu Ende gehen. Mit weiteren Treffern, sechs Minuten vor Spielende und in der vierten Minute der Nachspielzeit, lösten die Spieler des 1.FC Magdeburg, letztendlich verdient, die Fahrkarte für das FSA-Landespokal-Finale gegen den Regionalligakontrahenten HFC.
NLZ-Leiter Carsten Müller ließ es sich nicht nehmen, nach dem Abpfiff den geschlagenen Germanen, seine Anerkennung für Fairness, Mut und Willen bei einer überzeugenden spielerischen Leistung in diesem Spiel zu übermitteln.
Bemerkenswert war auch der Auftritt der drei jungen Schiedsrichter, die dieses dynamische Pokalspiel jederzeit souverän begleiteten.
Die C1- Junioren des VfB Germania sollten aus diesem gelungenen Pokalspiel Kraft und Energie für die verbleibenden drei Punktspiele gezogen haben. Am Sonntag ist Fortuna Magdeburg zu Gast im Friedensstadion.
Germania:
Meier, Wogatzke, Jaschina, Menzel, Marx, Licht, Gebauer, Kundt, Allner, Lindemann, Gewandt, Rosenberg, Heerlein, Stastny, Arweiler, Galetzka, Donath
Foto:
Der Treffer zum 1:1 von Kapitän Max Donath
