Fußball Oberliga: ... Erste hält an Negativ-Serie fest

Die Ernte auf der Müllerwiese fährt der Gastgeber ein
NOFV-OL Süd: FSV Budissa Bautzen – VfB Germania  3:1 (1:1)
(von Bernd Waldow)
Ein Spiel, das zum einen über weite Strecken auf Augenhöhe geführt wurde, das zum
anderen beide Mannschaften mit je zehn Spielern beenden mussten, brachte für den VfB
Germania erneut keine Punkte.
Während die Anfangsphase von beiden Seiten eher vorsichtige Annäherungen zum
gegnerischen Tor brachte und größere Risiken gescheut wurden, gingen im weiteren Verlauf
beide Teams etwas zielstrebiger zu Werke, wobei sich brauchbare Chancen etwa die Waage
hielten. Marcel Kohn köpfte eine FSV-Ecke sicher aus der Gefahrenzone (4.), Davis Boateng
versuchte aus der Drehung zum Erfolg zu kommen (12.), sein Schuss im letzten Moment
noch geblockt. Ein Halberstädter Fehlabspiel brachte die Budissen wieder in Position, der
Abschluss rechts vorbei (14.) und dann nochmals der Gastgeber, der nach weitem Einwurf
und einer Kopfball-Stafette (19.) Fabian Guderitz zum entschlossenen Zupacken zwang.
Vinicius Sandri hatte halb links vor dem Strafraum plötzlich etwas Platz, zog nach innen
(22.), brachte aus guter Position jedoch nur ein „Schüsschen“ zustande, das Max Hübner zu
keiner Großtat heraus forderte. Auf der wiederum anderen Seite segelte ein Bautzener 18-
Meter-Schuss (31.) über den Kasten. Ein feiner Angriffszug des VfB Germania wurde danach
belohnt: Paul Grzega ließ mit einer gekonnten Finte den Ball passieren, der rechts auf der
Außenbahn nun Joel Klaschka fand, der einen Einwurf heraus holte. Diesen brachte Pascal
Hackethal vor das Tor, dort wurde die Kugel zunächst geklärt, doch „Hacke“ servierte den
„zweiten Ball“ sofort scharf nach innen, wo Grzega am ersten Pfosten einlief (36.) und an
Hübner vorbei die Führung der Gäste markierte. Bautzen hatte vom Anstoß weg fast die
passende Antwort parat, doch den Ball, auf den ersten Pfosten gezogen (37.) konnte
Guderitz sicher abfangen. Ein individueller Fehler sorgte dann dafür, dass die Halberstädter
nicht mit der Führung in die Kabine gingen. Statt vernünftiger Klärung aus der eigenen Hälfte
heraus, wurde der Ball verloren. Einen folgenden Schuss aus 20 Metern konnte Guderitz
noch zur Ecke lenken (45.+2), doch diese bekamen die Halberstädter nicht unter Kontrolle.
Gleich mehrere Spieler traten Richtung Ball, doch niemand traf ihn richtig, bis Jannik Käppler
kam, der das Spielgerät humorlos zum 1:1-Halbzeitstand unter das Tordach schmetterte.
In Halbzeit zwei musste zunächst wieder Guderitz zupacken (53.), dann aber wurde ein
Freistoß von Hackethal geblockt, Klaschka übernahm die Kugel und legte auf Boateng,
dessen gut platzierter Torschuss (59.) jedoch vom eigenen Mann neben das Tor abgefälscht
wurde. Auf der anderen Seite gab es unterdessen zwei, drei Schüsse auf das Tor von
Guderitz, der die Bälle jedoch jeweils sicher fangen konnte. In der 70. Minute musste auch
Hübner wieder einen Schuss abfangen, eröffnete schnell den Konter, den Daniel Heinrich mit
feinem Timing kurz vor dem Strafraum löschen konnte. Fünf Zeigerumdrehungen später ein
klasse Zug der Halberstädter, eröffnet durch einen Doppelpass, dann steckte Boateng
perfekt durch in den Lauf von Klaschka, der diesmal jedoch flach rechts vorbei zielte.
Dann änderten sich die numerischen Verhältnisse auf dem Platz, der bereits verwarnte
Julian Gerhardi leistete sich an der Mittellinie ein rüdes Foul (75.) und wurde von
Schiedsrichter Tobias Behm per Ampelkarte vom Feld beordert.
Nach einer Kombination von Hackethal über Heinrich landete der Ball bei Silvio Rust (79.),
dessen Kopfball aber auf das Tordach flog. So dicht die Halberstädter der Führung auch hier
waren, der Treffer fiel auf der anderen Seite. Erneut nach einem individuellen Fehler (83.),
als ein Fehlabspiel im Aufbau der Halberstädter die Gastgeber bediente, die über die rechte
Seite kontern konnten. Die Eingabe wurde zwar im Zentrum verpasst, doch hinter dem
zweiten Pfosten lauerte Karl-Ludwig Zech, der aus dem Rückraum sicher zum 2:1 einschob.
Auf der anderen Seite flog Kohn zwar ins Netz (85.), der Ball aber nicht. Dann war Guderitz
gefragt, rettete stark einen Überzahl-Konter des FSV, war zweimal per Fußabwehr zur
Stelle. Ein weiterer individueller Fehler (90.+3) führte zum 3:1-Endstand. Das taktische Foul
im Mittelfeld verpassten die Halberstädter, so eilte Julien Huber zurück und riss seinen
Gegenspieler um, allerdings im Strafraum und als letzter Mann. Die Quittung lautete
folgerichtig Rote Karte, Foulelfmeter (den Lukas Hanisch sicher verwandelte) und eine
überflüssige 3:1-Niederlage in der Generalprobe für das FSA-Pokalfinale.