FSA-Pokal-Fiinale: ... Erste erreicht Silberrang

VfB Germania weit entfernt von einer Pokalsensation

FSA-Pokalfinale: VfB Germania - Hallescher FC 0:4 (0:4)

(berwa)

Es ist nicht überliefert, wie viele Optimisten es sich ernsthaft hätten vorstellen können, dass die Halberstädter nach ihrer aktuellen Ergebnis-Serie den formstabilen HFC in dessen Heimstätte, unterstützt von einer ...zigfachen Zuschauer-Übermacht tatsächlich würden schlagen können. Vor zwei Jahren war man nah dran, gewiss, doch da waren die Umstände komplett anders. Es hätte diesmal der VfB Germania einen "Sahne-Tag" erwischen müssen und der HFC hätte nachlässig agieren müssen. Dann vielleicht...

Doch die Geschichte ist einfach erzählt, der Favorit ging kompromisslos in den Vorwärtsgang, setzte Akzente, noch eher sich die Halberstädter richtig formiert hatten. Die Führung schon nach 180 Sekunden durch Burim Halili, dazu noch ein Wirkungstreffer von ausgesrechnet Bocar Baro obendrauf und dann der

Blitz-Doppelpack (20./22.) von Joscha Wosz - die Partie damit spätestens entschieden, als gerade die Hälfte der ersten Halbzeit gespielt war. Gegenwehr ja, die gab es, doch sie fiel viel zu harmlos aus, als dass sie der Wucht des HFC auch nur ansatzweise etwas hätte anhaben können. Moral und Einstellung stimmten auch diesmal, das Team fungierte als solches und ist auch nach diesem Bilderbuch-Start des HFC nicht auseinander gefallen oder zerbrochen. Es ändert zwar nichts am Resultat, doch trotz der weiteren Rückschläge, etwa dem großartig gehaltenen Elfmeter gegen Pascal Hackethal (52.) oder der gelb-roten Karte gegen Paul Grzega (68.), stemmte sich die Mannschaft gegen ein Fiasko und blieb zumindest ohne weiteres Gegentor ab Minute 22. Dafür kann man sich nichts kaufen, doch die Waffen waren in diesem Finale nun mal ungleich verteilt.

Im eigenen Stadion, unterstützt von der großen Mehrheit der Fans, hatte der hohe Favorit gegen den unterklassigen Kontrahenten wenig Mühe, weil er sich der Aufgabe seriös und professionell angenommen hat. Gratulation dazu und den Halberstädtern ein Kompliment für die bis zum Finaleinzug komplett uberzeugende Pokalrunde. Bleibt zu hoffen, dass das letzte Saison-Heimspiel am 30. Mai ein versöhnliches für Mannschaft und Fans wird, das hätten alle verdient.