Robin Gesell ist der Cheftrainer der A1-Junioren des VfB Germania Halberstadt. Die vergangenen Jahre verliefen für den B-Lizenz-Trainer überaus erfolgreich.
Germanen Echo: Nach dieser erfolgreichen Saison mit zahlreichen Titeln im Verein, wart ihr, die A-Jugend ein wichtiger Bestandteil davon. Nachdem man, aufgrund des sportlichen Erfolgs sogar die Aufstiegsspiele für die Regionalliga bestritt, wo man sich allerdings in beiden Spielen den Berlin-Vertreter Staaken geschlagen geben musste. War auch, im Gegensatz zum Jahr davor, relativ früh im Pokal Schluss für euch. Deswegen die Frage wie schätzt du die vergangene Saison für euch ein.
Robin Gesell: Ja um das ganze Jahr zusammenzufassen, hatten wir direkt zu Anfang unser Highlight. Das Spiel im DFB-Pokal gegen den amtierenden deutschen Meister, den 1.FC Köln. Danach sind wir auch direkt sehr gut in die Saison gestartet, wo wir eigentlich alle Spiele gewonnen haben. Die erste entscheidende Phase gab es dann Anfang Herbst, wo wir mit dem direkten Ligakontrahenten Sangerhausen, uns gleich zweimal auseinandersetzen mussten und beide Spiele für uns entscheiden konnten. Unsere mannschaftliche Geschlossenheit war dafür der wichtigste Punkt, mit dem wir uns dann einen ordentlichen Vorsprung erarbeitet haben und uns schließlich mit dem Landesmeistertitel belohnen konnten. Trotz der Niederlage in den Aufstiegsspielen zur Regionalliga, hat man aus der Region von vielen Seiten Zuspruch bekommen, dass man Sachsen-Anhalt würdig vertreten konnte. Gleichzeitig hoffen wir nun, dass wir an die Erfolge dann auch anknüpfen können und erfolgreich in die neue Saison starten.
Germanen Echo:Du bist ja seit vielen Jahren Germane und kamst in der D-Jugend vom FCM zu uns und hast dann 3 Jahre C-Jugend gespielt und fortlaufend die einzelnen Jugenden hier durchlaufen. Wie war denn der Schritt für dich hier hin und was bedeutete das für dich?
Robin Gesell: Also der Schritt war enorm und hat mir viel Freude bereitet. Nach vielen Gesprächen im Familienrat, meinten meine Eltern Halberstadt ist das richtige und nach einem Probetraining wurde ich direkt übernommen. Vom FCM kannte ich aus der D-Jugend bereits das Großfeld, weswegen ich direkt in die C-Jugend hochgeschoben wurde. Fortan durchlief ich dann jeweils die B- und A-Jugend noch und spielte dann noch 2 Jahre in der zweiten Herren-Mannschaft, wo sie noch in der Verbandsliga spielte. Was mich zurückblickend auf meine Junioren Zeit mit viel Stolz zurückblicken lässt. Nach diesen zwei Jahren ging ich dann zum Heimatverein nach Kroppenstedt zurück.
Germanen Echo: Wo waren denn schließlich deine Anfänge als Trainer, ich kann mich dran erinnern, dass du die C2 mal spontan übernommen hast und wie war der Werdegang danach bis jetzt, wo du als A-Jugend Trainer zurückgekommen bist?
Robin Gesell: Meine Anfänge als Trainer kamen mit 18, wo die Anfrage kam, ob ich Co-Trainer bei der C1 machen wolle. Nachdem der C2 Trainer dann jedoch weggefallen ist, habe ich mit meinen jungen 18 Jahren die C2 übernommen. Was schließlich den Reiz in mir geweckt hat Trainer zu machen und schließlich meine C-Lizenz gemacht. Bin vom Weg Halberstadt dann aber mit meinen Wechsel nach Kroppenstedt abgekommen. Wo ich neben meiner Spieler-Tätigkeit, eine F-Jugend übernommen und 8 Jahre bis zur B-Jugend betreut habe. Vor drei Jahren kam dann die Anfrage, ob ich Co-Trainer beim damaligen A-Jugend Trainer Scheppers machen kann. Der ist dann irgendwie abgesprungen und ich wurde als Chef-Trainer ins Kalte Wasser geschmissen. Allerdings mache ich das seitdem sehr, sehr, sehr gerne und bin nun seit 3 Jahren wieder im Verein, wo ich nebenbei meine B-Lizenz machen konnte und mich nun auf stetig neue Herausforderungen mit meinen Jungs freuen kann.
Germanen Echo: Nachdem du die vergangene Saison jetzt schon eingeschätzt hast. Wie ist denn die Vorfreude auch die neue Saison, wie schätzt du deinen Kader ein und seid ihr wieder fähig um Medaillen zu kämpfen?
Robin Gesell: Also die Vorfreude ist enorm und es herrscht eine sehr gute Stimmung im Kader. Im Vergleich zur letzten Saison sind wir deutlich breiter aufgestellt und haben wieder enorme Qualität in den eigenen Reihen. Weswegen auch das Ziel ist oben mitzuspielen. Wir kennen die Liga gut und freuen uns sehr sich dann gegen die Mitfavoriten wie Arminia Magdeburg, VfL Halle und Sandersdorf zu messen. Ansonsten haben wir eine große Herausforderung vor uns, denn unsere gesamte 4er Kette plus Torhüter sind aus der A-Jugend raus. Weswegen wir nun in der Vorbereitung vermehrt darauf schauen müssen, dass sich das Team in der Defensive einspielt und stabil wird.
Germanen Echo: Und zu guter Letzt hast du ja jetzt schon mehrmals angeschnitten was Aufgaben und Ziele für euch in der Vorbereitung sind. Kannst du uns sagen wann die Vorbereitung beginnt und grob sagen wie der Ablauf ist?
Robin Gesell: Seit dieser Woche läuft nun die Vorbereitung bei uns, am Montag sind wir mit einem Trainingslager in Kroppenstedt gestartet. 3 Tage lang durften wir dort den taktischen sowie konditionellen Grundstein legen. Aber auch das Teambuilding spielte eine wichtige Rolle, wo wir über Sponsoren Großspiele bekommen haben sowie täglich mit 3 Mahlzeiten versorgt werden konnten. Am Wochenende startet dann das erste Testspiel von insgesamt 7 Stück, ehe es am 16. August direkt mit dem Lok-Duell gegen Stendal in der ersten Runde des FSA-Pokals losgeht. Gesehen von der Historie her, freuen wir uns enorm auf dieses Kracher Duell. Dementsprechend wollen wir auch direkt ein Ausrufezeichen setzen, wo mein Trainerteam um Jonas Motsch und Christoph Bergling und ich, die Jungs bestens drauf vorbereiten werden.
Germanen Echo:
Das Gespräch mit Robin Besell führte Thomas Waldow.
Emilio Lippoldt verfasste den Text.
