· 

Judokas beenden das Wettkampfjahr

Judokas beenden das Wettkampfjahr

Das Wettkampfjahr 2019 endet nun auch für die jungen Judogermanen. Den letzten Wettkampf in diesem Jahr kämpften am Wochenende Hannah Duve, Milana Rosenhof, Victoria Rupprich und Albert Rupprich beim 27. Kreispokal Weihnachtsturnier des Judovereins Königs Wusterhausen. Über 500 Teilnehmer aus Deutschland Polen und Tschechien reisten zu diesem Event an. Genau zur Mittagszeit mussten sich unseren Germanen der Waage stellen, um dann 14.00 Uhr mit den Kämpfen zu beginnen. Victoria lag leider mit ein paar hundert Gramm über ihrem Wettkampfgewicht, so dass sie in die nächsthöhere Gewichtsklasse aufstieg. Den ersten Kampf durfte Milana austragen und ging sehr motiviert ins Kampfgeschehen. Sie zeigte sehr schöne Technikansätze und hielt ihre Gegnerin unter Kontrolle. Ihr erster Wurf ließ nicht lange auf sich warten, leider bekam Milana diese Wertung nicht, dafür aber einen Shido (Strafpunkt). Sie nutze einen Griff, der in ihrer Altersklasse noch nicht erlaubt ist. Zwar keine Wertung aber sie zeigte deutlich, dass sie ihrer Gegnerin überlegen ist. Leider erzielte ihre Gegnerin kurz danach einen fraglichen Waza Ari und ging in Führung. Es verblieben nur noch wenige Sekunden bis zum Kampfende und Milana warf ihre Gegnerin erneut und hielt sie anschließend in einer Festhaltetechnik. Ihre Freunde schrien am Mattenrand und rechneten mit einer Wertung und somit auch mit einem Sieg für Milana. Doch leider wurde diese Wertung nicht gegeben und die Festhaltetechnik durch Mate (Unterbrechung) gelöst. Der Sieg ging an ihre Gegnerin. Milana landete somit in der Trostrunde (Kampf um Bronze). Hier konnte sie ihre nächste Gegnerin in kürzester Zeit besiegen. Leider konnte sie nach ihrem Sieg, aufgrund noch fehlender Wettkampferfahrung, nicht weiter im Wettkampfgeschehen eingreifen und verpasste knapp die Bronzemedaille. Parallel zu Milana kämpfte Victoria gegen eine weit höhergraduierte Gegnerin und unterlag ihr. Victoria fehlte es dieses Mal an ein bisschen Selbstvertrauen und Risikobereitschaft ihre erlernten Techniken auch anzuwenden. Ihre Pechsträhne in ihrer neuen Gewichtsklasse verfolgte sie auch in ihrem nächsten Kampf. Somit konnte sich auch Victoria keinen Podestplatz erkämpfen. Hannah konnte es wieder mal nicht abwarten endlich auf die Matte zu gehen. Schon die ganze Woche vorher freute sie sich auf ihren nächsten Wettkampf. Den Samstag zuvor stellte sich Hannah beim hochkarätig besetzten Bremen Open bereits ihrer internationalen Konkurrenz und konnte sich den 7. Platz sichern. Umso mehr wollte sie sich an diesem Wochenende wieder die Goldmedaille holen. Sie betrat motiviert und selbstbewusst die Wettkampffläche und konnte sich in ihren Kämpfen souverän und stark überlegen mit guten Angriffen durchsetzen und die Goldmedaille sichern. Diese Motivation fehlte Albert bei diesem Abschlussturnier. Er war schon sichtlich in den Weihnachtsferien. Während er sich in seinem Auftaktkampf noch gut mit zwei Waza Ari den Sieg holen konnte, fiel es ihm im Anschlusskampf doch sichtlich schwerer. Beide Kämpfer konnten die notwendige Wertung nicht erzielen und fanden sich nach der regulären Kampfzeit im Golden Score wieder. Seine Schwester und seine Freunde feuerten ihn lautstark an, um ihn zu seiner regulären Leistung anzuspornen. Aber auch im Golden Score keine Wertung. In der Regel überrascht Albert immer wieder mit seinen ausgefeilten Kampftechniken. Dieses mal schien jedoch der Wurm drin zu sein. Dennoch konnte Albert nach Ablauf des Golden Score per Hantei (Kampfrichterentscheid) den Kampf für sich entscheiden. Nun wartete das Finale auf Albert. Sein höhergraduierter Gegner ließ nichts anbrennen und erzielte kurzer Hand ein Waza Ari gegen Albert, er befand sich anschließend in einer Hebeltechnik wieder. Bei Hebeltechniken wird kontrollierter Druck auf ein Gelenk aufgebaut und der Gegner zugleich fixiert. Dies führt zu einem stechenden Schmerz, welcher den Gegner zur Aufgabe zwingt. Albert zögerte die Aufgabe hinaus und probierte sich aus dieser Situation zu befreien. Letztendlich musste er aufgeben und erhielt somit die Silbermedaille.
Die Ausbeute der vier Judokas waren letztendlich eine Goldmedaille für Hannah Duve, eine Silbermedaille für Albert Rupprich und zwei starke Kämpferinnen namens Milana Rosenhof und Victoria Rupprich die sich beim nächsten Turnier mit großer Sicherheit wieder einen Podestplatz erkämpfen werden. Die sportlichen Leistungen der jungen Germanen konnten sich 2019 sehen lassen. Die Motivation der Sportler war große Klasse, sich immer wieder auf die Kampffläche zu begeben, den Sport in den Vordergrund zu stellen und ihre Freizeitaktivitäten mit Schulkameraden und Freunden außerhalb des Judosports für Judo zurückzustellen. Auch Niederlagen konnten sie nicht aus dem Gleichgewicht bringen. Aber die Judokas müssen neben dem Training und Wettkämpfen sich wie alle Sportler dem Alltag stellen. Die Schule darf natürlich nicht zu kurz kommen. Beides mit entsprechenden Leistungen unter einen Hut zu bringen, verdient natürlich eine große Anerkennung.
Natürlich sind diese Leistungen und die Motivation der Judokas auch abhängig von ihrem Trainer. Daher bedanken sich die Judokas bei ihrem Trainer Holger Henschel für die viele Zeit, die er für sie bereit hält und das ganze Herzblut, das er dafür einsetzt. Holger Henschel vermittelt nicht nur einen Kampf- und Wettkampfsport sondern auch Werte, die das Leben der Judokas prägen. Er kennt seine Schützlinge nur zu gut, um ihnen auch bei Sorgen außerhalb des Judosports beizustehen. Danke auch an die Fangemeinde, die den Judokas zu ihren Wettkämpfen die Daumen drücken.