Fußball Landesklasse: ... Erfolgreicher Test der Zweiten

Landesklasse-Team mit starker Mannschaftsleistung zum Sieg

Test: VfB Germania  II – SG Roklum-Winnigstedt  3:2  (1:2)

(berwa)

Es gab bis kurz vor Beginn einige organisatorische Hürden zu bewältigen, bevor dann anstelle des TSV Hadmersleben die SG Roklum-Winnigstedt zum Testspiel unserer „Zweiten“ auf dem Rasenplatz 3 des Friedensstadions aufspielte. Allein dafür gilt dem Gast aus Niedersachsen bereits ein großes Dankeschön. Zum anderen forderte der Spielpartner unsere Mannschaft gehörig, so dass sich ein kurzweiliges Spiel entwickelte, das keine lange Anlaufzeit brauchte. Die Ausrichtung dabei schon früh erkennbar, der VfB Germania II bestrebt, das Heft des Handelns in die Hand zu nehmen, durch spielerische Mittel in die gefährliche Zone der Gäste vorzudringen und Torgefahr zu erzeugen. Das Team von Denis Becker zeigte dabei viel Struktur und viele gute Spielzüge, übernahm deutlich das Kommando, hatte gegen den tief stehenden Kontrahenten aber zunächst noch keine wirklich hochkarätigen Torabschlüsse. Die SG, beheimatet in der Bezirksliga Braunschweig, stand über weite Strecken extrem tief, rührte hinten Beton an und löste die Aufgaben selten spielerisch, sondern meist mit langen Befreiungsschlägen. Einer davon landete nach sieben Minuten im Halberstädter Strafraum, nahe der Grundlinie war Pascal Sparwasser wohl zu forsch in den Zweikampf gegangen, so jedenfalls wertete es Referee Steven Wedde, der auf Foulelfmeter zugunsten der SG entschied. Ihr bester Torschütze, Leon Grabowski trat an, fand jedoch in Pascal Sparwasser seinen Meister, der blitzschnell ins bedrohte Eck abtauchte und großartig parierte. Das Momentum konnten die Platzherren allerdings nicht nutzen, denn schon der folgende Eckball brachte das 0:1 (8.), als Dominik Schulze am zweiten Pfosten hochstieg und per Kopf ins entlegene Toreck traf. Damit igelte sich der Gast nun noch mehr ein, der VfBG brauchte Ideen und Lösungen. Nach gut zwanzig Minuten fand die Heimelf den Weg: Aus dem linken Halbfeld wurde Adil Masic im Zentrum klug in den Lauf aufgelegt, Halberstadts Nummer 11 legte mit Ball am Fuß ein kurzes Solo durch die SG-Abwehr hin, umkurvte schließlich auch noch Keeper Stefan Meier und schob zum  hoch verdienten Ausgleich ein. Nur zwei Zeigerumdrehungen später aber, waren die Gäste wieder in Front. Ein Schuss von Tim Grund wurde nicht konsequent geklärt, diesmal traf Leon Grabowski, der am schnellsten reagierte und auf 1:2 stellte. Danach spielte ausschließlich der VfB Germania II, erspielte sich auch einige Möglichkeiten, schaffte aber bis zur Pause keinen weiteren Treffer. Ein Kopfball von Jan-Erik Allner (34.), ein Solo mit flachem Abschluss von Begzad Demirovic (40.) und ein Kopfball von Adil Masic (42.) – alle wurden eine Torwart-Beute. Nach dem Wechsel die eigentlich beste Phase der Gäste, die anfangs nun auch ein paar offensive Akzente zu setzen versuchten. Die Halberstädter Abwehr war im Verbund jedoch stets auf der Hut und ließ keinen weiteren Gegentreffer zu. „Calli“ vereitelte bemerkenswert im eins gegen eins (50.)  gegen Leon Grabowski die beste SG-Chance.

 

Auf der anderen Seite lag der Ausgleich mehrmals in der Luft, so als Loran Al-Ali (52.) klug Oliver Mokosch frei spielte, der die Kugel gefühlvoll über den Keeper schlenzte, aber leider auch über die Querstange. Nach knapp einer Stunde dann endlich das Tor. Loran Al-Ali hatte aus 16 Metern abgezogen, den Flachschuss konnte der Torwart nicht kontrollieren und ließ ihn  zum erneuten Ausgleich passieren. In der Folge häuften sich die Chancen für die Heimelf, entweder aber wurde zu hektisch und ungenau abgeschlossen oder Keeper Meier stand im Wege. Dass dieser viele Bälle prallen ließ, nutzten die Domstädter lange Zeit nicht konsequent. (70., 76., 80., 82.), wohl aber in der 86. Minute, als nach einer Ecke das muntere Scheibenschießen im Strafraum begann, aber immer irgendjemand den Weg ins Tor blockierte. Jan-Erik Allner war es, der dem Treiben ein Ende setzte und mit aller Konsequenz aus 8 Metern die fippernde Kugel entschlossen in die Maschen jagte. Damit gingen seine Farben denn doch noch als der hoch verdiente Sieger aus diesem Match hervor. Das 3:2 zeigte eine glänzende Moral nach zweimaligem Rückstand und eine wirklich um den Erfolg kämpfende Mannschaft auf dem Platz. Hoffen wir, dass diese Marschroute auch in den Punktspielen fruchtet.